Aeltern, welche ihre Soͤhne einer Unterrichtsanſtalt anvertrauen, Seeenanect 1 wiſſen, was dieſe, nach ihrer Einrichtung und ihren Hilfsmitteln leiſte und leiſten koͤnne. Beſuchte auch der Vater ehmals das naͤhmliche Inſtitut, ſo kann doch ſein Gedaͤchtniß jenen Wunſch nur unvollkommen befriedigen; beſonders wenn die Anſtalt— was gerade von der unſerigen gilt— durch eine weiſe Regierung und die Fortſchritte der Paͤdagogik Verbeſſerungen erhalten hat deren ſie fruͤher entbehrte. Hat aber der Vater gar keine naͤhere Kenntniß von der Schule, welcher er ſeinen Sohn uͤbergibt, ſo intereſſirt ihn eine Nachkicht daruͤber noch mehr; und dieſes Intereſſe muß bei ei⸗ nem großen Theil der Einwohner der Beſitzungen eintreten, welche erſt ſeit einigen Jahren mit dem Fuͤrſtenthum Heſſen vereiniget ſind— wenn gleich diele derſelben auch vorher ihre Soͤhne in unſer Paͤdago⸗ gium ſandten. Dieſe Gruͤnde, ſo wie das Beiſpiel anderer Gymna⸗ ſien, wuͤrden allein ſchon eine Nachricht von der jetzigen Einrichtung der hieſigen Lehranſtalt rechtfertigen, wenn auch nicht mehrere aus⸗ waͤrtige Aeltern ausdruͤcklich dieſelbe gewuͤnſcht haͤtten.—
Der Hauptzweck, welcher durch das hieſige Paͤdagogium erreicht werden ſoll, iſt die Vorbereitung kuͤnftiger Gelehrten fuͤr den Univer⸗ ſitaͤts⸗Unterricht. Von dieſer Vorbereitung hängt das mehr oder minder zweckmaͤßige und gruͤndliche Studium der ſo genannten hoͤhe⸗ rren Wiſſenſchaften ab. Auf der Univerſitaͤt aber nur einen Theil der noͤthigen Vorkenntniſſe nachzuhohlen, ohne den akademiſchen Stu⸗
dien ſelbſt Abbruch zu thun, gelingt kaum dem Juͤngling von vorzuͤg⸗ lichen Anlagen und ausgezeichnetem Fleiß. Auch durch Privatunter⸗ a. 2 richt


