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lieh. Sie lebten in bewundernswerther Ein⸗
tracht, in gegenſeitiger Liebe, eins das andere hoͤher achtend, als ſich— auſſer daß bei der guten Gattin das Lob um ſo größer iſt, als bei der ſchlechten die Schuld. Das Loos der Quäſtur gab ihm Aften zur Provinz, und den Salvius Titianns zum Proconſul. Beide
verdarben ihn nicht, wiewohl die Provinz reich und für Vergehungen geeignet war; der Pro⸗
eonſul aber, zu jeder Räuberei geneigt, mit der größtten Bereitwilligkeit gegenſeitige Ver⸗
heimlichung des Böſen würde erkauft haben. Hier wurde er mit einer Tochter bereichert⸗ zum Erſatz zugleich und zum Troſte. Denn einen früher gebornen Sohn verlor er in kur⸗ zer Zeit. Bald hernach brachte er die Zeit⸗
zwiſchen der Quäſtur und dem Volkstribunat,
auch das Jahr des Tribunates ſelbſt, ruhig und geſchäftlos hin, die Zeit unter Nero nicht ver⸗
kennend, in welcher Unthätigkeit Weisheit
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war. Denſelben ſtillen Gang nahm ſeine Prätur, denn ein Richtergeſchäft war ihin auch nicht zugefallen. Bei den Spielen und dem Tand der Ehrenſtelle glaubte er, müſſe Mäßi⸗
gung und Ueberfluß ſich vereinigen, und wie
er Verſchwendung weit vermied, ſo entfernte er ſich auch nicht von der Ehre. Von Galba hier⸗
auf erwählt, die Geſchenke in den Tempeln
nachzuſehen, bewirkte er durch ſeine höchſt ſorg⸗ fältige Nachforſchung, daß der Staat keinen andern Tempelranb empfand, als den des
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