Aufsatz 
Eine Fuldaische Chronik aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts / von Gangolf Hartung. Hrsg. von J. Gegenbaur
Entstehung
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52 4. Stipendien und Beneſieien.

Das Staatsſtipendium, im Geſammtbetrage von 75 Gulden, wurde dem Unterprimaner Adam Böſchen und dem Oberſecundaner Ludwig Knorz mit je 25, dem Unterſecundaner Wilhelm Fröhling mit 15 und dem Untertertianer Wilhelm Füller mit 10 Gulden, das Och'ſche Stipendium, im Geſammtbetrage von 90 Gulden, mit je 10 Gulden dem Unterprimaner Joſeph Medler, den Unterſecundanern Georg Hohmann und Johann Boſing, dem Obertertianer Joſeph Stanger, den Untertertianern Joſeph Hohmann, Raimund Kircher, Ferdinand Malkmus und Guſtav Mohr und dem Quartaner Joſeph Stieb, das Haberſack'ſche Stipendium, im Geſammtbetrage von 24 Gulden, mit je 12 Gulden dem Unterprimaner Gabriel Genßler und dem Obertertianer Emil Keitz, das Wehner'ſche Stipendium, im Geſammt⸗ betrage von 24 Gulden, mit je 12 Gulden den Unterſeeundanern Kilian Axt und Georg Kirchner zuerkannt.

Von Kurfürſtlichem Miniſterium des Innern wurde 28 und von der Verwaltungscommiſſion des Gymna⸗ ſiums 20 dürftigen und würdigen Schülern das Schulgeld erlaſſen. Außerdem wurden vielen unbemittelten Schülern die erforderlichen Schulbücher aus der zu dieſem Zwecke beſtimmten beſonderen Bibliothek des Gymna⸗ ſiums gelichen. Für die Menſchenfreundlichkeit, mit welcher viele Einwohner hieſiger Stadt auch in dem ver⸗ floſſenen Jahre durch Freitiſche und auf ſonſtige Weiſe die ärmeren Schüler unterſtützten, iſt das Gymnaſium denſelben zum wärmſten Danke verpflichtet.

Die von den Herren Domdechant Hohmann, Nentmeiſter Kriſch, Hofapotheker Rullmann und Medicinalrath Dr. Wiegand auch im letzten Herbſte wieder im Kreiſe wohlthätiger Freunde des Gymnaſiums zum Beſten unbemittelter und würdiger Zöglinge desſelben veranſtaltete Sammlung lieferte einen ſo reichlichen Ertrag, daß davon die Summe von 70 Gulden ſogleich zur Unterſtützung von 6 braven Schülern(einem Unter⸗ ſecundaner mit 20, einem Unterprimaner, einem Obertertianer, zwei Untertertianern und einem Quartaner mit je 10 Gulden) verwendet und überdies die im Herbſte 1852 begründeteWohlthäterſtiftung für dürftige und wür⸗ dige Schüler des Gymnaſiums zu Fulda um 49 Gulden 30 Kreuzer vermehrt werden konnte. Dadurch und durch Hinzufügung der Zinſen iſt der Capitalfonds dieſer Stiftung, welcher zu Oſtern v. J. 623 fl. 46 kr. 3 hlr. betrug, auf die Summe von 696 fl. 3 kr. 1 hlr. angewachſen, von welcher 175 fl. bei Kurheſſiſcher Landeskredit⸗ kaſſe zu 4 Procent, 521 fl. 3 kr. 1 hlr. aber bei hieſiger Sparkaſſe zu Procent angelegt ſind.

Der Unterzeichnete erneuert den Ausdruck des wärmſten Dankes, zu welchem das Gymnaſium ſich gegen die bochgeehrten Gründer und Leiter, ſowie gegen alle die wohlwollenden Förderer dieſes ſegensreichen Werkes ver⸗

pflichtet fühlt.

D. Ordnung der öffentlichen Prüfung und Schlußfeierlichkeit.

Montag den 23. März 1863. Prüfung der Sexta von 89 Uhr.

Latein. Breunung. Geographie. Rathmann. Prüfung der Quinta von 9 10 ½ Uhr.

Religionslehre(combinirt mit Sexta). Dr. Claus. Latein. Hahn. Geſchichte. Bormann. Prüfung der Quarta von 10 ½ 12 Uhr.

Religionslehre. Schmittdiel. Lateiniſche Grammatik. Schmittdiel. Naturkunde. Auth.

Prüfung der Tertia von 24 Uhr. Lateiniſche Grammatik(Untertertia). Gegenbaur. Arithmetik(Untertertia). Dr. Lotz. Cäſar(Obertertia) Donner. Franzöſiſch(Obertertia). Breunung.