Aufsatz 
Eine Fuldaische Chronik aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts / von Gangolf Hartung. Hrsg. von J. Gegenbaur
Entstehung
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iie Serta. 1 Otdindeius: Reallehrer Pfarrer Breunung.

1. Lateiniſ che Sprache. Formenlehre nach Meiring's Elementargrammatik, Kap. 1 44 mit Auswahl. Memoriren der Vocabeln des Oſtermannſchen Vocabulariums I. Abth. Mündliche und ſchriftliche Uebungen aus Oſtermann's Uebungsbuch l. Abth. 10 St. Breunung.

2. Deutſche Sprache. Die Lehre von den Wortarten und vom einfachen Satze. eTe Bach's Leſebuch. Declamation. Schriftliche Uebungen. 3 St. Breunung.

3. Neligionslehre. a) kathol. Bibliſche Geſchichte des alten eienents 149 Schuſter; die Eigen⸗ ſchaften Gottes und die zehn Gebote, nach dem Diöceſan⸗Katechismus. 2 St. Im Sommer Donner, im Winter Schmittdiel. b) evangel. combinirt mit Quinta.

4. Geographie. Allgemeine geographiſche Vorbegriffe; allgemeine Beſchreibung Europa's und Deutſch⸗ land's, nach Gegenbaur's Leitfaden. 2 St. Rathmann. 7

5. Arithmetik. Das Zahlenſyſtem; die vier Grundrechnungsarten mit unbenannten und benannten Zahlen; Factorenlehre, nach Gies Leitfaden. 4 St. Im Sommer Rathmann, im Winter Auth.

6. Naturkunde. Beſchreibung einzelner Wirbelthiere, namentlich aus den Klaſſen der Säugethiere und

Vögel. 2 St. Auth.

Geſang. 2) Sexta. Erklärung der Notenſchrift; dynamiſche und rhythmiſche Uebungen. 1 St. b) Suinen Bildung der Dur⸗ und Molltonleitern. 1 St. In beiden Claſſen wurde Thorbeke's Gefanglehre und Erk und Greef's Sängerhain zu Grunde gelegt. c) Selecta. a] Tenor und Baß(Männerchor, 40 Schüler). 1 St. 91 Sopran und Alt(31 Schüler). 1 St. Durch die Vereinigung beider Abtheilungen wurde der gemiſchte Chor gebildet. Nach Bedürfniß wurden von Zeit zu Zeit die Stunden der Selecta dazu verwendet mit den katholiſchen Schülern die für den Gymnaſialgottesdienſt beſtimmten Tfchilneldie einzuüben. Geſanglehrer Henkel.

2. Zeichnen. a) Sexta. Geomttriſches und perſpectiviſches Zeichnen geradliniger Körper und Zu⸗ ſammenſtellung architectoniſcher Gebilde, nach Vorzeichnungen an der Tafel, ſpäter nach Vorlagen. Kopfzeichnen in Umriſſen, ſowie einfaches Landſchaftszeichnen mit leichter Schattirung. 2 St. b) Quinta. Jeichnen ver⸗ ſchiedener Gegenſtände, als Landſchaften, Architecturſtücke, Thiere und Köpfe, nach Vorlagen. 2 St. c) Quarta. Dieſelben Uebungen wie in Quinta, nur mit größerer Ausführung. 1 St. d) Selerta, an welcher nach freiem Willen 21 Schüler der oberen Claſſen theilnahmen. Vollſtändige Ausführung von Küdſene Lindſchaften ze. mit Bleiſtift, Kreide und Farben. 2 St. Zeichenlehrer Binder.

3. Schöͤnſchreiben. a) Sexta. Uebungen in der deutſchen und lateiniſchen Schrift, indem die ein⸗ zelnen Buchſtaben in enetiſcher Reihenfolge auf der Tafel vorgeſchrieben wurden; die eingeübten Buchſtaben wurden zu Wörtern, dieſe zu Sätzen verbunden. Im Winterſemeſter wurde das im Sommer vorgenommene Penſum durch Dictate eingeübt. 4 St. b) Quinta. Weitere Einübung der deutſchen und lateiniſchen Schrift, im Winter hauptſächlich nach Vorlegeblattern. 2 St. c) Quarta. Disſelten debungen wie dlaSnfüda⸗

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außerdem Einübung der griechiſchen Schrift. 2 St Rathmann. 12 e binne