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Punkte; 4. Preis Charles Halle L 37 Punkte; 5. Preis: Karl Schmidt-Knatz L 36 Punkte; 6. Preis: Karl Steuernagel II 34 Punkte.
Das Geburtsfest Seiner Majestät des Kaisers, am 27. Januar, wurde mit Gesang, Deklamationen und Festrede begangen. Herr Oberlehrer Dr. Knoegel sprach über die Vorgeschichte der deutschen Bundesflotte und führte insbesondere aus, durch welche äufseren Umstände in den vierziger Jahren die Erkenntnis von der Notwendigkeit einer deutschen Kriegsflotte in immer weiteren Kreisen sich verbreitet habe und welche Gesichts- punkte für die Ausführbarkeit des Planes damals geltend gemacht seien.
Die Feier des hundertjährigen Geburtstages Seiner Majestät des Hochseligen Kaisers Wilhelm I. fand am 22. Maârz im groſsen Saale des Saalbaus statt. Zum Beginn trugen Schüler der Primen und der Sekunden die Jubelouverture von C. M. von Weber vor(Klavier: Teisch, Andreae II., Violine: Halle L, Philipp, Schmidt-Knatz h, Cello: Rehorn, Horkheimer I.). Es folgten Chöre und Deklamationen aus„Germanias Rhein- wacht“ von Hermann Müller; die Chére wurden unter Klavierbegleitung ausgeführt. Die Festrede hielt Herr Professor Dr. Reufs. Nach einem kurzen UÜberblick über den Lebens- gang Kaiser Wilhelms schilderte der Redner eingehend die Zeit der Erniedrigung und glorreichen Erhebung Preufsens und ihren Einfluſs auf die Charakterentwickelung des jungen Prinzen, weiterhin die Jahre des Zusammenwirkens König Wilhelms mit dem Fürsten Bismarck und die Gründung des neuen Reichs. Den Schluſs bildete eine Darstellung der Persönlichkeit des heimgegangenen Herrschers und der Hinweis auf seine weltgeschichtliche Bedeutung. In Anknüpfung an diese Rede forderte der Direktor die Schüler auf, das Ver- mächtnis des groſsen Kaisers allzeit hochzuhalten und dem erhabenen Vorbilde, das er ge- geben habe, nach dem Maſse der eigenen Krafte nachzustreben. Das Gelöbnis unwandel- barer Treue und freudigen Einstehens für Kaiser und Reich fand seinen Ausdruck in einem begeisterten Hoch auf Seine Majestäat den regierenden Kaiser und König.
Die schriftliche Reifeprüfung fiel in die Tage vom 11. bis 17. Februar, die münd- liche fand am 19. März unter dem Vorsitze des Direktors statt; Herr Theodor Stern ge- hörte als Vertreter des Kuratoriums der Prüfungskommission an. Von den 28 Schülern der Oberprima wurden 19 von der mündlichen Prüfung befreit; einem Schüler konnte die Reife nicht zuerkannt werden. Die schriftliche Abschlufsprüfung der Untersekunda a fand in den Tagen vom 26. März bis 1. April, die der Untersekunda b am 16. und vom 26. bis 30. März statt, die mündliche Prüfung beider Klassen wird voraussichtlich am 5. April abgehalten werden.


