Aufsatz 
Das Frankfurter Gymnasium unter dem Rector Hirtzwig. Dr. Guil. Ern. Weberi Pror. et Prof. Carmen Saeculare : Mit hoher Genehmigung Eines Hochwürdigen ev. luth. Consistoriums zeigt Die Feyer des dreihundertjährigen Jubilaeums nebst den öffentlichen Prüfungen unseres Gymnasiums ... an / Johann Theodor Vömel Rector und Professor
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vom Senate decretirt; aber noch im Aug. 1626 war keine Aenderung er- folgt, bis dann um diese Zeit Joh. Nopcarius Collega Vtae und M. Joh. Ph. Abele VItae Cl. aus Auftrag des Rectors wiederholt darum einkamen; wor- auf d. 17. Aug, decretirt wurde;ist willfahrt. Seitdem wurde das Schul- gebäude als selbstständig anerkannt.

Dieser so verdiente Mann sollte aber Frankfurt nicht bleiben. Noch in demselben Jahr(d. 23. Dec. 1626) schrieb der Landgraf Philipp von Hessen, ein sehr einsichtsvoller und allgemein geachteter Fürst, wel- cher zu Butzbach residirte, an E. E. Rath der Stadt Frankfurt und bat, ihm Hirtzwigium zu seinem Hofprediger und Inspector über Kir- chen und Schulen zu überlassen,diesen gelehrten und qualificirten Mann, welcher der reinen unverfälschten Augsburger Confession von Herzen zu- gethan und ohne einige Suspicion oder Verdacht des schädlichen und ver- derblichen Calvinismi, schwärmerischen Rosenkreuzer, neueren Wegelischen Secten oder andern dergl. verdammlichen Lehren sey. Der Landgraf wiederholte seine Bitte in einem etwas determinirten Tone d. 31. Dec. Auch Hirtzwig hatte nach erhaltener Vocation, worin er einen Ruf Gottes erkannte, um seine Entlassung gebeten, welche ihm der Rath sehr ungerne ertheilte d. 2. Jan. 1627. Das Bürgerrecht, um dessen Beybehaltung er gebeten, wurde ihm auf Jahr und Tag gelassen. Frau und Kinder lieſs er der Messe wegen noch hier und kam vorerst allein, nachdem er sich hatte ordiniren lassen, den 3. März 1627 zu Butzbach an. Vergl. die oben angeführten Briefe an Bernegger.

I. I. 1630 verlohr er daselbst seine Frau, Kacharina, des I. U. D. Reichskamm. Ger. Procurators, auch Mainzischen und Wormsischen Hof- raths, Eberhard Esper's Tochter[vergl. oben S. 21], mit welcher er sich zu Wo orms verheirathet hatte. Er schritt in Butzbach zur zweyten Ehe; und am 13. Dec. 1632 wurde ihm ein Sohn geboren, Philipp, welcher in der Folge Superintendent in Weilburg wurde. Das Jahr 1635, das auch in Butzbach viele Menschen wegraffte, war Hirtzwig's Todesjahr: er war

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