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Fall gebracht. Schopenhauer konnte keine Freiheit mit Cau- salität zusammen denken, der gesunde Menschenverstand kann keine Freiheit ohne Causalität denken. Mit der Causalität des Thuns fällt die Selbstbestimmung, fällt die Freiheit zugleich.
Wir schauen noch einmal auf die ganze Entwickelung zurück und fragen: war es nöthig, daſs Schopenhauer die Freiheit in die mystische, transcendente Region zurückwies? Gewils nicht. Das Stück, das er sich gemüssigt sieht von transcendentalem Standpunkte aus den drei ersten Abschnitten zuzufügen, ist wie mit aller Gewalt seiner Deduction auf empirischem Gebiete ab- gerissen. Zuerst hatte er aus der Causalität der äufserlich ge- falsten Motive seine Nothwendigkeit abgeleitet, zu deren sklavi- schem Vollstrecker er den Willen gemacht. Darauf hatte er durch eine unvorbereitete Schwenkung den Willen wieder be- stimmend auftreten lassen, so sehr bestimmend, daſs nur unter der Voraussetzung des Charakters die Motive überhaupt wirken konnten, ja so sehr bestimmend, daſs den Motiven überhaupt erst durch den Willen Causalität verliehen wurde. Der Kampf für die in der durchgängigen Bedingtheit sich durchsetzende Nothwendigkeit, welcher den Kern seiner Deduction bildete, und in welchem die äuſserlichen Motive als Waffe dienten, erscheint nur als Plänkelei, aus welcher der eigentliche Kampf sich ent- wickeln sollte, wo er den Motiven gegenüber den bestimmen- den Willen einführt. War es ihm Ernst mit der durchgängigen nothwendigen Bedingtheit, so galt es an dieser Stelle den Willen als von innen, in seiner Freiheit noch als seiner Beschaffenheit nach innerlich bestimmt nachzuweisen, die Nothwendigkeit aus der Causalität der Umstände in die Causalität des Wollens, vielleicht in die Causalität des Geschebens überhaupt zurück- zuführen. Der Wille ist in dem bestimmten Charakter bei Schopenhauer nur Voraussetzung für die Wirksamkeit der Motive und die Nothwendigkeit ihrer Wirkung, welche mit den Motiven selbst zugleich äulserlich gefalst ist. Unter Voraussetzung des Willens erscheint die Nothwendigkeit. Was die Voraussetzung für die Nothwendigkeit bildet, ist nicht selbst Nothwendigkeit. Schopenhauer will die Nothwendigkeit gar nicht aus dem Subject ableiten; hier steht die Freiheit im Hintergrund, die er nachher aus den transcendenten Region als Geschenk präsentirt. So kann Schopenbauer im ersten Theile seiner Untersuchung, die ihn auf die Nothwendigkeit führt,


