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bei der Lebenskraft der Pflanzen und die Naturkraft bei anor- ganischen Körpern.
Mit der schon oben wiederholt citirten Wendung:„Jetzt aber wollen wir uns auch daran erinnern, was überhaupt eine Ursache ist“ wird für die Untersuchung ein ganz neuer Stand- punkt gesucht. Die damit beginnende Erörterung ist aber so wenig geeignet, die in der vorangegangenen Untersuchung ent- standenen Lücken zu ergänzen und die nachgewiesenen Wider- sprüche aufzulösen, daſs sie vielmehr neue Widersprüche zu Tage fördert und unsere Ausstellungen bestätigt. Nun kommt mit einem Male die ursprüngliche Kraft des Willens zu Ehren, der seither seine ganze Causalität an die ganz äulserlich gefals- ten Motive verloren hatte. Die Resultate der voranstehenden Untersuchung erhalten nicht etwa in anderem Lichte eine tiefere
Basis, sie werden vielmehr jetzt gerade auf den Kopf gestellt. Keine Ursache hat an und für sich die Fähigkeit zu wirken, sie bekommt sie erst durch die Naturkraft, resp. den Willen:„sie selbst ist die gemeinsame Unterlage aller Wirkungen dieser Art und in jeder derselben gegenwärtig.“ Der Schwerpunkt der Untersuchung, der soeben in die Motive verlegt war, wird nun wieder dem Willen zugewiesen. Die ganze Wirksamkeit(im eigentlichen Sinne des Wortes) der Motive war also Täuschung, ja es müſste, da Schopenhauer von vorn herein die Nothwendig- keit, die den Willen so gut wie die Naturkraft bindet, aus dem Gesetze der Causalität abgeleitet hat, folgerichtig auch die ge- suchte Nothwendigkeit wenigstens seitens der Motive als Täu- schung aufgedeckt werden. Sie könnte nur als innere Noth- wendigkeit innerhalb der Naturkraft oder des Willens noch festgehalten werden. Das will aber Schopenhauer nicht, die ursprüngliche Willenskraft soll ja keiner Causalität unterworfen sein(S. 47)*). Hier war eigentlich die Stelle, wo Schopen-
*) Daſs aber Schopenhauer, abgesehen von seinem metaphysischen Stand- punkt, auch auf dem Gebiete dieser Frage nicht gewillt ist, im Inneren des Willens oder der Kraft die Nothwendigkeit festzuhalten, ergibt sich unter anderem aus einer Stelle S. 34, wo er den Instinct eine wirkliche Ausnahme von der durchgängigen Bedingtheit durch Motive machen lüſst; denn wo keine Motive mehr vorhanden sind, kennt er ja auch keine Noth- wendigkeit mehr.
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