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Abtheilungen dieser Classe(Ober- und Untertertia) in allen Unterrichtsgegenständen nur gemeinschaftlich unterrichtet werden konnten, was für die Schüler beider Abtheilungen nothwendig grosse Nachtheile herbeiführen musste. Diesem Uebelstande konnte seither schon aus dem Grunde nicht abgeholfen werden weil es an einem Lehrzimmer fehlte, in welchem die eine Abtheilung der genannten Classe, von der an- dern abgesondert, hätte unterrichtet werden können. Nachdem nun durch die von Kurfürstlichem Mini- sterium genehmigte, im verflossenen Schuljahre in erwünschtester Weise ausgeführte Erweiterung und Verbesserung der Localitäten des physicalischen Cabinets ein neues Lehrzimmer gewonnen worden war, (s. unten C, 4), erlangte das Gymnasium durch die unermüdete, von dem Unterzeichneten schon bei vielen Veranlassungen mit dem tiefsten Danke anerkannte Fürsorge der hohen vorgesetzten Behörde, welche allen auf Beförderung der Wohlfahrt der Anstalt gerichteten Wünschen und Anträgen jederzeit die geneig- teste Berücksichtigung zu Theil werden zu lassen bereit ist, auch die zur Beseitigung des erwähnten Uebel- standes erforderliche Vermehrung des Lehrerpersonals(s. Chronik Nr. 26) und es wird mit dem Beginne des kommenden Schuljahres die Trennung der Ober- und Untertertia in der Weise in's Leben treten, dass jede der beiden Abtheilungen einen besonderen Ordinarius und in der griechischen, lateinischen, deutschen und franzö- sischen Sprache sowie in der Mathematik getrennten Unterricht erhält, und nur in der Religionslehre Geschichte, Geographie und Naturkunde mit der andern Abtheilung combinirt unterrichtet wird. So ist denn für die Organisation des Gymnasiums eine Verbesserung gewonnen, welche seit vielen Jahren von den Lehrern der Anstalt dringend gewünscht wurde und gewiss auf die Erfolge des Unterrichts, und zwar nicht nur in der von der erwähnten Einrichtung zunächst berührten Classe, sondern auch in den beiden oberen Classen, den vortheilhaftesten Einfluss üben wird.
B. Chronik des Gymnasiums.
1. Das Schuljahr wurde am 5. April in herkömmlicher Weise mit Choralgesang der Schüler sowie mit Gebet und Anrede des Directors, an welche sich die Verlesung und Erläuternng der Schulgesetze an- schloss, im Prüfungssaale feierlich eröffnet.
Nach Beendigung der Eröffnungsfeierlichkeit wurden die Aufnahmeprüfungen vorgenommen. Ange- meldet waren im Ganzen 44 Schüler und zwar 1 für Obersecunda, 1 für Untersecunda, 1 für Obertertia, 6 für Quarta, 6 für Quinta, 29 für Sexta. Von diesen wurden 42 in das Gymnasium aufgenommen und zwar 1 in die Obersecunda, auf den Grund eines Abgangszeugnisses des von ihm unmittelbar vorher besuchten Gymnasiums zu Rinteln, von den übrigen, nach dem Ergebnisse der mit ihnen vorgenommenen Aufnahme- prüfung, 1 in die Untersecunda, 1 in die Untertertia, 5 in die Quarta, 7 in die Quinta und 27 in die Sexta. Zweien für die Sexta angemeldeten und geprüften Knaben musste wegen mangelhafter Vorberei- reitung die Aufnahme zur Zeit noch versagt werden.
2. Der Unterricht begann am 6. April. Die Sommerferien dauerten vom 2. bis zum 23. Juli, die Hlerbstferien vom 22. September bis zum 8. October, die Weihnachtsferien vom 23. December bis zum 2. Januar.
3. Auch in dem verflossenen Schuljahre konnte sich die Anstalt unter Gottes sichtbarem Schutze ohne irgend eine erhebliche Störung der Lösung ihrer Aufgabe widmen. Der Gesundheitszustand der Lehrer


