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Zum Schlusse dieses Abschnittes unserer Darstellung haben wir noch über die erfolgte Errichtung einer Schulbibliothek und die Ordnung der Jahresprogramme zu berichten. Nach§ 35 des Edikts vom 24. März 1817 und nach§ 3 der Schulordnung sollten die bei den auf- gelösten Lehranstalten vorhandenen Bibliotheken und Sammlungen zum Gebrauch der neu gebildeten Lehranstalten verwendet werden. Es erforderte längere Zeit, bis die nötige Inventarisierung vollendet war. Dann wurde durch eine Verfügung vom 16. Dezember 1819 die hiesige Pädagogialbibliothek begründet. Da die Bücher der früheren Schulbibliothek bis auf wenige Schriften während des Krieges verkommen waren, so wurden dem Pädagogium aus den Büchersammlungen in Weilburg, Idstein und Hadamar die Dubletten der griechischen und römischen Klassiker zur einstweiligen Aushilfe über- wiesen. Zur Vervollständigung wurde ferner der Betrag von 250 Gulden einmalig und für die Folge die Summe von 100 Gulden jährlich bewilligt, doch durfte über die Verwendung nur mit Genehmigung der Regierung verfügt werden. So erwuchs der Anstalt nach und nach eine bescheidene Büchersammlung.
Lin Programm hatte die Anstalt gemäls der in§ 19 des Edikts getroffenen Bestimmung zum ersten Male Ostern 1818 als Einladungsschrift zu der öffentlichen Prüfung herausgegeben. Es enthielt einen Aufsatz des Rektors Schellenberg„von einigen Beförderungsmitteln des öffentlichen Unterrichts und der Erziehung“. Rektor Keck veröffentlichte in den Programmen von 1819 und 1820 Abhandlungen„über den Privatfleifs der Zöglinge auf öffentlichen gelehrten Elementarschulen“ und „über die vaterländischen gelehrten Vorschulen“. Die Regierung fand indes, dals der Druck dieser Aufsätze zu groſse Kosten verursache, weshalb bestimmt wurde, dals vom Jahre 1821 ab von jedem Pädagogium nur eine Übersicht der im Schuljahr abgehandelten Lehrgegenstände, eine kurze Schul- chronik und ein Verzeichnis der Schüler veröffentlicht werde. Diese Mitteilungen sollten von den Pädagogien in einer gemeinsamen Ankündigung der Schulprüfungen herausgegeben werden, bei welcher Gelegenheit jedesmal einer der Rektoren abwechselnd eine pädagogische Abhandlung zu liefern habe. Demgemäls erschienen seitdem(bis 1839) die Programme der nassauischen Pädagogien in einem vereinten Hefte. Das erste Heft brachte einen Aufsatz von Keck„über den Unterricht der deutschen Sprache auf öffentlichen gelehrten Vorschulen“.


