Aufsatz 
Die Waldenser-Gemeinde Pragela auf ihrer Wanderung ins Hessenland : aktenmässige Untersuchungen / von Daniel Bonin
Entstehung
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65 Personen, die alle aus dem Thale Pragela stammten. An ihrer Spitze stand Sr Claude Pastre, der aber schon am 12. Okt. mit einem Reisegeld von 15 Rhthr. die Stadt verlässt. Am gleichen Tage geht auch Sr Jaques Pastre, Capitaine, mit 25 Rthr. Reisegeld, nachdem für ihn 4 fl. 23 b. bezahlt worden, die ein Aufenthalt von 4 Wochen 2 Tugen. wo er bei derVerwalterin in Seelenauw an tisch gangen verursacht hatte. Ein grösserer Teil der Flüchtlinge aus Pragela war in dem Kanton Bern aufgenommen worden. Zur Schilderung der unendlich grossen Verdienste, die sich die evangel. Kantone der Schweiz, vor allem Zürich und Bern, um die Waldenser- flüchtlinge erworben haben, genügt jedoch schon das, was wir über das Vorgehen der Stadt Zürich erfahren.

Während die Evang. Kantone in aufopfernder Weise kur die Heimatlosen sorgten, waren deren Abgesandte Arnaud, Papon, Moutoux, Pastre, Muret unermüqdlich thätig, in deutschen Landen evangelischen Bekenntnisses für ihre Ge- meinden eine neue Heimat zu suchen. Zahlreiche Briefe und Berichte an den holländischen Gesandten und an die Kantone sind ein Beweis dafür. Unter den vielen Zeugnissen ihrer Be- mühungen sei nur eine Eingabe an den Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt hier erwähnt:

Monseigneur.

Il y a dix ans qu'il plât à V. A. S. d'accorder un Eta- blissement dans ses Etats aux Vaudois qui étoyent sous la conduite des Sieurs Papon, pere et fils, leurs pasteurs. Precisement au temps qu'ils 6toyentsurlepoint de se rendre sur les lieux et de commencer à travailler, la guerre survint, qui les en em- pécha et leur fit perdre toutes les mesures.*)

Une année après, les puissances alliées jugorent à propos de les envoyer dans le Piemont, affin d'y por- ter les armes pour la cause commune: Et ce fut alors que le sieur Papon, fils, ayant pris la liberté d'appro- cher V. A. S. et de la prier tres humblement d'avoir tou- jours pour eux les memes sentiments de Charité et de bonté, elle luy fit la grace de luy témoigner que toutes les fois

*) Vgl. S. 23.