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hängen mit der Ausgestaltung der Wetterau als tektonischem Graben zusammen und dürften aus der oberpliocänen Zeit stammen, denn in der dadurch zwischen Assenheim und Hungen entstan- denen Senke finden sich Braunkohlenlager von oberpliocänem Alter.
Im Anschluss an diesen Uberblick der geologischen Verhält- nisse des Vogelsbergs wollen wir nun das Vorkommen und die Lagerungsformen seiner Gesteinsarten auf einigen Exkursionen näher studieren.
1. Exkursion: Friedberg-Nidda-Schotten. Von Friedberg fahren wir mit der Nebenbahn in der Richtung nach Nidda bis zur Station Häuser Hof. Von hier gehts alsdann zu Fuss auf der nach Bad Salzhausen führenden Strasse in etwa ¼ Stunde zu dem links am Schieferberg gelegenen Steinbruche. Das hier an- stehende Gestein ist ein nephelinarmer Phonolith, der sich bis nach Salzhausen erstreckt. Er zeigt schiefrige und plattige Ab- sonderungsformen und kommt sowohl frisch, als auch stark an- gewittert vor, in ersterem Zustand ist er dunkelgraubraun, in letzterem dagegen weisslich grau.
Von diesem Aufschluss gehen wir auf unserer Strasse weiter und betrachten bei der Station Geiss-Nidda in einiger Entfernung rechts der Strasse die an einem kleinen Teiche noch erkennbare Stelle, wo einst der Eingang zu dem grossen Braunkohlenbergwerk in der Nähe von Salzhausen war. Nur noch wenige Haldenreste erinnern an den einstigen Betrieb. Bald nach Station Geiss-Nidda erreichen wir Salzhausen selbst und besichtigen nun dessen Bade- anlagen, Gradierwerke, sowie seine Sol-, Stahl- und Schwefelquellen. Unser Weg führt alsdann weiter nach Nidda, einem freundlich am gleichnamigen Flüsschen gelegenen Städtchen. Die Höhen seiner Umgebung bestehen aus Basalt. In verwittertem Zustande treffen wir ihn hier mit schönen Kristallen von Chabasit und Philippsit, z. B. gleich hinter dem Nordostausgange von Nidda rechts an der nach Michelnau führenden Strasse. Nach Besichtigung dieser Stelle wandern wir nach Michelnau und besuchen hier die Aufschlüsse in den Schlackenagglomeraten(siehe Seite 29). Das rötliche, poröse Gestein, das im Volksmund„Daug“ genannt wird, enthält rundliche, dichte, oft faustgrosse Basaltbomben und ist in feuchtem Zustande mit Axt und Säge leicht zu bearbeiten. Die daraus hergestellten Steine eignen sich getrocknet sehr gut zum Funda- mentieren von Häusern und zum Bau von Backöfen. Von Michelnau gehen wir nach Oberschmitten, betrachten hier die
Aschentuffe in den Hohlwegen beim Dorfe und fahren dann mit 3


