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bär, der Luchs, der Dachs, das Murmeltier und der Biber. Das Landesmuseum in Darmstadt bewahrt eine grosse Anzahl von Knochen, Zähnen und Geweihen dieser Geschöpfe auf.
Ein Beweis dafür, dass der Mensch bereits mit den ge- nannten Tieren zusammenlebte, ist die charakteristische Bearbeitung einzelner ihrer Knochen durch Menschenhand, so hat man z. B. bei Erfelden ein vorweltliches Geweihstück gefunden, das eine künstliche Durchbohrung und trichterartige Aushöhlung besitzt.
Der Odenwald.
Am„Ostrande der Rheinebene erhebt sich mit steilen Ge- hängen ein von prächtigen Wäldern bedecktes Bergland— der Odenwald. Von diesem Rande, seiner westlichen Grenze, er- streckt er sich in einer Breite von durchschnittlich 40 km nach Osten hin und grenzt hier von Aschaffenburg bis Miltenberg an den Main, von Miltenberg bis Mudau an die Mudau, und von Langen- elz bis zum Neckar an die Elz. Im Süden endigt er an einer Ein- senkung, dem Gebiet zwischen Heidelberg und Bruchsal, die man die Langenbrücker oder Kraichgauer Senke nennt. Die Nordgrenze des Odenwaldes zieht etwa von Sprendlingen, woselbst die nörd- lichen Ausläufer schon sehr flach sind und allmählich in der Ebene verschwinden, über Dietzenbach, Dieburg, der Gersprenz entlang nach Aschaffenburg; der aus trachytischem Gestein be- stehende Hohe-Berg bei Heusenstamm ist der nördlichste Punkt im Odenwald. Die Gesamtlänge des Gebirges von Süden nach Norden ist etwa doppelt so gross als seine Ausdehnung von Westen nach Osten.
Was dort, wo sich heute der Odenwald erhebt, in der Urzeit und im Anfang der paläozoischen Periode, im Kambrium, war, wissen wir nicht, denn bis jetzt hat man daselbst keinerlei Spuren aus jener grauen Vorzeit gefunden. Wahrscheinlich aber ent- standen in unserem Gebiete während der nun folgenden Silur- und Devonzeit schiefrige und kalkige Meeresablagerungen, die später zu einem Gebirge aufgefaltet wurden.
Es finden sich nämlich im Odenwald ausser den ver- schiedenen Eruptivgesteinen und Sedimenten an vielen Orten noch andere Gesteine, an denen man durch genaue Untersuchungen festgestellt hat, dass sie Eigenschaften von Tiefengesteinen— kristalline Struktur— sowie von(schiefrigen) Sedimenten in sich vereinigen. Infolgedessen betrachtet man sie als Umwandlungs-


