Treppenhauser ist mit roten Tonfliesen belegt. Die Wände wurden bis auf 2,20 m mit Kaseinfarben gestrichen und mit dem Schwamm getupft, während die Türumrahmungen und Türnischen ornamental mit bunter Malerei geschmückt und durch Tierfiguren belebt sind. Die Türen sind ebenfalls in Kasein-Lasur getupft und bunt bemalt. Die Beton- pfeiler in den Hallen sind mit Vorsatzbeton überzogen und gestockt. In jedem Stockwerk wurden in den Gängen zwei Brunnen aus Sandstein angeordnet; im übrigen zieren die Wände nur Bilder und künstlerische Vervielfältigungen moderner Meister.
Die Klassenräume haben eine Höhe von 3,756 m und sind durchschnittlich 6,40 m breit und 9,306 m lang. Als Fußboden ist ein pitch-pine-Riemenbelag auf Lager- hölzern mit Sandauffüllung verwendet worden. Die Wände sind 2,20 m hoch mit Kasein- farbe gestrichen, mit dem Schwamm getupft und mit einem Abschlußstrich versehen. Das Holzwerk ist in passenden Farben mit Oelfarbe gestrichen. Die Bänke sind zwei- sitzige Mittelholmbänke mit Pendelsitzen nach eigener Konstruktion. Für jede Klasse ist eine Doppelwandtafel vorgesehen, die zum Verschieben eingerichtet ist. An der Decke ist in jeder Klasse ein Kartenhalter befestigt. Die Belüftung der Klassen erfolgt durch direkte Einströmung der frischen Luft hinter den mit Klappen versehenen FHeiz-
körpern. Außerdem ist für jede Klasse ein Abluftschacht angeordnet, durch den die
schlechte Luft nach dem Dachraum und von hier in das Freie geleitet wird. Die Säle für Chemie, Biologie und Physik sind mit aufsteigenden Bankreihen und Verdunkelungs- vorrichtungen, mit Projektionsapparat und Projektionsschirm, mit Experimentiertisch, Gas- und Wasserleitung, sowie elektrischer Starkstromleitung versehen. Im Physiksaal, im Chemiesaal und den Vorbereitungsräumen sind Vorrichtungen getroffen, um aus dem Städtischen Versorgungsnetz entnommene elektrische Ströme in weitestgehender Weise regulieren und für die Versuche verwenden zu können. Das Tafelgestell erhielt eine Abzugnische für schädliche Dämpfe. In dem Vorbereitungszimmer daneben sind die Apparate für Druck- und Saugluft aufgestellt. In den Schülerlaboratorien fanden drei Arbeitstische mit je sechs Plätzen für praktische Uebungen der Schüler Aufstellung. An jedem Sitz ist Gasleitung vorhanden. In dem Saal für darstellende Geometrie kann Stark- strom zu Projektionszwecken entnommen werden. Das Direktorzimmer im ersten Ober- geschoß mit Ausblick auf den Schulhof hat Linoleumbelag und eine bessere Ausstattung des Mobiliars. Das Lehrer- und Konferenzzimmer enthält Einzelschränke für die Lehrer und ebenfalls eine bessere Ausstattung des Mobiliars, sowie Linoleumboden. Die Wände sind 2,20 m hoch mit Tapeten beklebt; die Vorhänge und Fenstergardinen sollen den Räumen einen wohnlichen Charakter geben.
Die Turnhalle ist 20 m lang, 15,50 m breit und 6,50 m hoch. Sie ist mit einer Kassettendecke aus Zementrabitz überdeckt und wird gleichzeitig als Aula benutzt. Der Grundton der Halle ist graugelb, die Wände sind zwischen den Pfeilern in einzelne Felder geteilt und aufgelöst. Der Boden ist mit 7 mm dickem Korklinoleum belegt, unter dem ein Asphaltbelag auf Beton angeordnet wurde.
Aborte sind für die Lehrer in jedem Stockwerk eingerichtet. Für die Schüler sind zusammen 32 Aborte und 74 Bedürfnisstände vorhanden. Ein Vorraum ist in jedem Geschoß als Waschraum angeordnet. Die Wände sind hier 1,70 m hoch mit weißen glasierten Platten verkleidet. Der Boden wurde mit roten Tonplatten belegt. Die Klosettkörper erhielten überall Einzelspülung.
Das Schuldienerwohnhaus für die Oberrealschule und die Höhere Mädchen- schule hat in drei Stockwerken drei Wohnungen, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Abort und Speisekammer mit dem erforderlichen Zubehör.


