Aufsatz 
Die Bedeutung des Namens im Kult und Aberglauben : ein Beitrag zur vergleichenden Volkskunde / von Wilhelm Schmidt
Entstehung
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führt aus einem von Albrecht Dieterich im Abraæxas herausgegebenen Leidener Papyrus; S. 177, 24 ff. heisst es:„Merk auf mich, denn ich weiss deinen wahren und zuverlässigen d. h. unzweifelhaften, dir allein zukommenden Namen“¹ und später(S. 178, 11 ff.):„Ver- leihe mir Güter, verlängere mir das Leben, denn ich habe ge- priesen deinen ureigenen und heiligen Namen“².

Gleich wie das Gebet zur Gottheit gelangt, wenn man sie mit ihrem richtigen Namen gerufen, so dringt der Klang des Namens auch an das Ohr des Menschen, wenn von ihm gesprochen wird: die Ohren„klingen“ ihm. Bei Aristaenetus heisst es in einem Briefes: Klangen dir nicht die Ohren, als ich unter Tränen deiner gedachte? Für die Römer ist uns derselbe Glaube durch Pliniust und sonst“ bezeugt. Dass auch bei uns noch heute ganz gleiche Meinung herrscht, ist zu bekannt, um einer Erwähnung zu bedürfen6ö. Das Volk geht aber noch viel weiter: sogar zu dem Verstorbenen dringt der Klang seines Namens und bewegt ihn dazu, dem Ruf Folge zu leisten. Nennt man den Namen eines Toten dreimal, so muss er erscheinen?. Wenn auf Jütland eine Mutter Sicherheit erlangen will, ob ihr zur See gegangener Sohn noch lebt, so watet sie in das Meer hinaus und ruft ihn dreimal mit Namen; ist er ertrunken, so muss er sich zeigens.

Was da geschieht, erinnert uns stark an das, was uns über Odysseus im 9. Gesang der Odyssee“ berichtet wird: er fuhr nicht eher von dem Lande der Kikonen ab, bis er die in der Schlacht gefallenen Gefährten dreimal mit Namen gerufen hatte. Die Absicht ist allerdings etwas verschieden von derjenigen, die dem Tun der jütländischen Mutter zugrunde liegt. An der homerischen

. 27,. 7 3.. 1 21νκμν⁶ ς... T0„ ε⁴ρς α τν αeνυνινν υeοιπ ναάχ mαἀ‿εινιτιια‿ν σασ.

2 ⁴ιοσν ⁴χοω d„αο⁴, aεένν νπ,0⁷³v lον εντι... Öννν σω0pr οα*ειντνιον 6νομαα τνα dyοαιν. 3 lib. II 13: o2x 2,701,5à σσοmVd dra, Gε△ dον μμεd dardb‿z 2ururiuyr; 4 nat. hist. XXVIII§ 24 quin et absentes tinnitu aurium praesentire ser- mones de sese receptum est t. garrula, quid totis resonans mihi noctibus auris, nescio quem dicis nunc meminisse mei? Wo die Verse stehen, kann ich leider nicht mehr finden. 8 Wuttke 308. 421; vgl. auch Grimm Myth. II 935. Wuttke 754; vgl. 773. 8 vgl. Rh. M. LII(1897) 347. 9 v. 64 ff.: 00˙) do u m—πιοεεέαν ⁵ε viον dναρ᷑μααοσ, nolr Tονα τϊνν Ʒτι³ν raοσνσνπ οςᷣ rᷣαoro“ àνοα,

7 deνον νν πεμε Kixeνν mνιο νοϑννπες.