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wörter sind. So wie hier mehrere Namen sich finden, so werden auch eine grössere Anzahl von Beiwörtern aneinander gereiht:
Il. II 412 Zeð z⁴οιοe, uε‿νοτe, ⁸³ααειέ, iεέςσι νai Zeus, ruhmwürdig und hehr, schwarzwolkiger, Herrscher des Athers! Ja, man häuft die Attribute in noch viel grösserer Menge und tut lieber des Guten zuviel, als dass man sich der Gefahr aussetat, das entscheidende Wort auszulassen. Es gibt orphische Hymnen, die überhaupt fast nur aus solchen Anrufungen bestehen?. Die Himmlischen verlangen oft sogar in ihrer Sprache, d. h. mit der. unter ihnen üblichen Benennung, angerufen zu werdens; auch die Beschwörungsworte haben nur in der Ursprache Wirkung und Giltigkeit und dürfen nicht übersetzt werden4, so dass man die auf einer attischen Bleitafel stehenden Worte„Selig, wer die Zauberformeln kennt“? sehr wohl begreifen kann. Dass das treffende Wort auch nach deutschem Volksglauben für die ge- wünschte Wirkung von höchster Wichtigkeit ist, zeigt z. B. das Märchen vom Simeliberg(Grimm Nr. 142). Als der hartherzige Reiche von den beiden Brüdern ausserhalb des schätzeumschliessen- den Wunderberges rief:„Berg Semsi, Berg Semsi, tu dich auf!“, da tat sich der Berg auf, und er ging hinein. Als er aber in seiner Freude über die vielen Reichtümer, die er sich genommen, den Namen vergessen hatte und rief:„Berg Simeli, Berg Simeli, tu dich auf!“, da blieb alles ruhig;„denn das war der rechte Name nicht, und der Berg regte sich nicht und blieb verschlossen“. So erreichte dann den Bösen sein Schicksal.
Sind dagegen die Bedingungen für die Gebetserhörung er- füllt, so scheut sich der naive Mensch des Altertums durchaus nicht, dem Gott gegenüber ganz offen zu erklären, dass er nun auch von ihm Erfüllung seiner Wünsche erwarte. Von den Be- legen, welche die Papyri dafür bieten, seien hier nur zwei ange-
1 H. Usener a. a. O. 335 f. ²2 vgl. Orphica edid. Abel, Leipzig und Prag 1885 S. 284 ff.; s. auch Aus- feld a. a. O. S. 520 ff. ³ So heisst es bei Ovid met. XI 640 von einem Traumgott: Icelos nennen ihn die Himmlischen, das sterbliche Geschlecht Phobetor: hunc Icelon superi, mortale Phobetora vulgus nominat. Noch mehr Beispiele bei O. Gruppe Griech. Moth.(im Hdb. V 2) München 1906 S. 883 A. 7. * vgl. auch Dieterich Mithrasl. S. 39 und im allg. C. Wessely Ephesia grammata Wien 1886. 5 s. R. Wünsch im Fh. M. LV(1900) 81. 3*½


