Aufsatz 
Aus und über Hans Wilhelm Kirchhoff : zum Gedächtnis des Landgrafen Philipp des Großmütigen, 300 Jahre nach seinem Tod / von G. Th. Dithmar
Entstehung
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II. Chronik des Gymnasiums.

Nachdem am 9. und 10. April die Prüfungen der neu eintretenden Schüler abgehalten worden waren, fand am 11. April die Aufnahme derselben und die Eröffnung der Lectionen statt. Die Feierlichkeit begann mit einer Andacht über 1. Cor. 15, 58:»Darum, meine liebe Brüder, seid fest, unbeweglich und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn; sintemal Ihr wisset, dass Eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn«. Das Lehrer- Collegium, in welchem zufolge eingetretner Pensionierung zwei Stellen noch immer unbe- setzt sind, war einstweilen dadurch ergänzt worden, dass Kurfürstliches Ministerium des Innern durch Beschluss vom 4. April den Candidaten der Theologie Karl Landgrebe, so- wie durch Beschluss vom 24. April den bisherigen Practicanten Georg Zilch mit Aushülfe bei dem Unterricht beauftragt hatte. Die Zahl der neuen Schüler betrug 40, die der Schüler überhaupt 221.

Donnerstags den 26. April begann beim schönsten Frühlingswetter der Unterricht im Turnen.

Dienstags den 15. Mai wurde Practicant Ferdinand Bösser, der durch allerhöchste Entschliessung Seiner Königlichen Hoheit des Kurfürsten, mitgetheilt durch Beschluss Kurfürstlichen Ministeriums des Inneren vom 24. April, dem hiesigen Gymnasium zu seiner praktischen Ausbildung zugewiesen worden var, in den Unterricht der von ihm gewählten Fächer Mathematik und Naturwissenschaften als Hauptfächer, französische Sprache als Nebenfach eingeführt. Mit dem Ende des Schuljahres wird seine Thätigkeit am hiesigen Gymnasium schliessen, indem er alsdann eine Stelle an einer Lehranstalt in der Stadt Oldenburg übernehmen wird.

In Folge der im Mai eingetretnen ungünstigen Witterung konnte die Schwimm- Anstalt erst Montags den 4. Juni eröffnet werden.

Zur praktischen Prüfung der Candidaten des Gymnasial-Lehramts, welche in diesem Sommer zu Fulda statt fand, war der unterzeichnete Director zweimal abwesend vom 4. bis 23. Juni, sowie vom 15. bis 19. August. Die Directorial-Geschäfte versah während dieser Zeit Dr. Collmann.

Das herkömmliche Frühlingsfest, welches wegen unfreundlicher Witterung hatte ver- schoben werden müssen, fand endlich am 11. Juni statt.

Nachdem Sonnabend den 16. Juni Oberhessen von Königlich Preussischen Truppen besetzt worden war, gelangte am 25. Juni an den Director und das Lehrer-Collegium ein von Seiten des commandierenden Generals von Beyer erlassener Befehl, den Verfügungen