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die Sprache vermittelte historische Wissen, wenn die apperzi- pierenden, durch die Beobachtung gewonnenen sinnlichen Vor- stellungen fehlen, wenn der Schüler sich mit abstrakten Begriffen in einer Schattenwelt bewegt.
Daſs der Geschichtsunterricht aus der Beobachtung der Auſsenwelt wichtige Stützen gewinnt, ist schon angedeutet worden. Es sei aber hier gestattet, den Blick noch auf eine andere Seite des Geschichtsunterrichts zu lenken, die leider noch zu wenig oder fast nicht berücksichtigt wird. Wenn man es nämlich sich zur Aufgabe machen wird, dem Schüler zu zeigen, auf welchem Weg und mit welchen Mitteln die Mensch- heit die heutige Kulturstufe erstiegen hat, dann wird man auch die typischen Formen der Entwicklung des Menschengeschlechts nach der natürlichen Seite ebenso beachten, wie die nach der ethischen Seite. Dann wird man bei der Betrachtung der ver- schiedenen Kulturstufen von dem Menschen mit seinen mate- riellen Bedürfnissen ausgehen, ihm gegenüber die Natur mit der ganzen Fülle der Gaben, die sie ihm bietet, als Mittel zur Be- friedigung seiner materiellen Bedürfnisse und zur Verwirklichung der sittlichen Zwecke und als ein seiner Intelligenz gestelltes Problem aufzufassen haben. Durch einen kulturgeschichtlichen Unterricht, der eine solche Basis hat, wird der Schüler einsehen, daſs das, was die Menschheit in der Kultur erreicht hat, nur durch die Arbeit, durch die eigne Thätigkeit, hauptsächlich durch die Dienstbarmachung der Natur, möglich war und dals die Kultur auf diesem Weg auch noch der Vervollkommung fähig ist. Daſs diese Ueberzeugung aber ein groſser Gewinn für die sittliche Bildung des Zöglings, eine Aneifrung der That- kraft zu unermüdlicher Arbeit ist, wird nicht geleugnet werden. Ein solcher geist- und gesinnungsbildender Geschichtsunter- richt ist aber nur auf der Basis eines tüchtigen naturkundlichen Unterrichts möglich, welcher ihm das nötige Material, besonders die zum Verständnis nötigen sinnlichen Vorstellungen liefert.— Es genügt wohl nur ein Hinweis auf die Unterstützung, welche die Beobachtung und die durch sie erzeugten sinnlichen Vor- stellungen dem Zahl- und Formunterricht, der Bildung des ästhe- tischen Urteil und der sittlich- religiösen Ausbildung leistet,


