43
B. Schüler⸗
Am Schluſſe des Winterſemeſters 18 ½ verließen 4 Primaner nach beſtandener Maturitäts⸗
prüfung die Lehranſtalt, nämlich:
a) Theodor Wunderly aus Hanau, 21 Jahre alt, 7 Jahre Schüler des Gymnaſiums, 2 Jahre in der Prima, mit dem Zeugniß Nr. IM, ziemlich gut befähigt, um Cameralwiſſenſchaft;
b) Ernſt v. Biſchoffshauſen aus Berge bei Witzenhauſen, 21 Jahre alt, 8 Jahre Schüler des Gymnaſiums, 2 Jahre in der Prima, mit dem Zeugniß Nr. M, ziemlich gut befähigt, um Rechtswiſſenſchaft;
c) Alfred v. Möller aus Hanau, 21 Jahre alt, 11 ¼ Jahre Schüler des Gymnaſiums, 2 Jahre in der Prima, mit dem Zeugniß Nr. IV, befähigt, um Rechtswiſſenſchaft;
d) Ferdinand Seiffert aus Hanau, 20 ½ Jahre alt, 6 ½ Jahre Schüler des Gymnaſiums, 1 ½ Jahre in der Prima, mit dem Zeugniß Nr. 1, ſehr gut befähigt, um Philologie
in Marburg zu ſtudiren. Von ihnen hatte am Tage der Entlaſſung(27. März) v. Biſchoffshauſen
in einer lateiniſchen Rede„über Pericles Verdienſte um Athen;“ Seiffert in einer deutſchen Rede
„über den Einfluß der Oeffentlichkeit im Staatsleben und in der Rechtspflege auf die Bildung des
griech. Volkes,“ Wunderly jedoch in einem metriſchen Scheidegruß von der Anſtalt öffentlich Abſchied
genommen.
Außer dieſen traten aus der Schulverbindung die Primaner: 1) Heinrich Lucanus aus Malſchwitz in Schleſien, um in Glogau das Maturitätseramen zu beſtehen; 2) Georg Appia aus Frankfurt a. M., um in Genf ſeine Studien fortzuſetzen; 3) Carl Hoffmann aus Marburg, um Oeconom zu werden; 4) der Quintaner Chriſtian Gremp v. Freudenſtein aus Gelnhauſen, ohne bekannte Beſtimmung. Dagegen wurden 2 Schüler aufgenommen, ſo daß die Geſammtzahl von 96 Schülern beim Anfang des Sommerhalbjahres anweſend war, von denen
der Prima 8,
der Secunda 20,
der Tertia 19,
der Quarta 22,
der Quinta 19,
der Serta S angehörten.
Von dieſen verließen jedoch im Laufe des Sommerſemeſters oder am Schluſſe deſſelben die Schule:
a) die Primaner: Carl Freſenius aus Hailer, um die polytechniſche Schule in Carlsruhe; Ernſt Roemheld aus Burghaun, um das Gymnaſium in Fulda zu beſuchen;
b) die Secundaner: Mar und Hugo Weſtermann aus Naſſau-Ufingen, um in Wiesbaden; Friedrich Willich aus Frankenthal in Rheinbaiern, um in Speyer; Carl Ungewitter aus Rinteln und Oscar Speyer aus Hanau, um in Caſſel in das Gymnaſium einzutreten;
e) die Tertianer: Ernſt v. Heppe aus Caſſel, um Militair; Callman Cahn aus Hanau, um Kaufmann zu werden;
d) der Quartaner Ernſt Ungewitter aus Marburg, der Quintaner Carl Runkel aus Caſſel, der Sertaner Auguſt Speyer aus Hersfeld, folgten ihren Vätern nach Caſſel, um daſelbſt die Schule zu beſuchen, während der Quintaner Guſtav Lein ſeinem Vater nach Frankfurt a. M. folgte.


