Teil eines Werkes 
2 (1846) Die Sphäre des Archimedes
Entstehung
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an dem daſigen Herzogl. Naſſauiſchen Gymnaſium ſeine Wirkſamkeit fortzuſetzen. Er hatte ſich hier durch Kenntniſſe und Lehrgeſchicklichkeit, ſo wie durch einen freundlichen Ernſt in Handhabung der Disciplin Achtung und Liebe erworben.

Durch höchſtes Reſcript vom 13. März, zur Nr. 2742, wurde der bisherige proviſoriſche Gymnaſial⸗ lehrer Jung definitiv zum ordentlichen Lehrer beſtellt. Bald darauf wurde durch höchſte Entſchließung vom 31. März der am Kurfürſtlichen Gymnaſium zu Rinteln beſchäftigte Praktikant, Louis Caſſel⸗ mann, als beauftragter Lehrer an das hieſige Gymnaſium, unter Vergütung von 250 Rthlrn. jähr⸗ lich, verſetzt; dagegen

durch höchſte Entſchließung vom 4. April, zur Nr. 3243, der bisher am hieſigen Gymnaſium ſte⸗ hende Praktikant, Heinrich Matthei, als beauftragter Lehrer dem Gymnaſium in Caſſel unter gleicher Vergütung von jährlich 250 Rthlrn. beigegeben.

Wiewohl dieſe Perſonalveränderungen manche Veränderung im Lectionsplane nöthig machten, ſo ſchritt doch der Unterricht ſelbſt ungeſtört fort.

Die Pfingſtferien dauerten vom 10. 14. Mai.

Am 20. Juni geleitete das Gymnaſium einen gutgearteten, fleißigen Schüler, den Quintaner Au⸗ guſt v. Sturmfeder, zu Grabe. Beim Baden im Main war er am 16. Juni von der Gewalt des Stromes fortgeriſſen und der ſorgfältigſten Nachforſchung bis zum 20. Juni entzogen worden.

Die Sommerferien begannen am 30. Juni, endeten am 20. Juli.

Am 3. Auguſt feierten Lehrer und Schüler gemeinſam das heilige Abendmahl, nachdem Tags vor⸗ her der ordentliche Gymnaſiallehrer Jung die Vorbereitungsrede im Gymnaſium gehalten hatte.

Der höchſt erfreuliche Geburtstag Sr. Königlichen Hoheit des Kurprinzen-Mitregenten wurde am 20. Auguſt durch eine Feſtcantate, unter Leitung des Geſanglehrers Weikert, ſowie durch eine Rede, in welcher der ordentliche Gymnaſiallehrer Dr. Feußner das Verhältniß der Realſtudien zum Ziel der formellen Geiſtesbildung beleuchtete, von Seiten der Schule feierlich begangen.

Die Maturitätsprüfung, zu welcher ſich am 24. Juli die 2 Primaner, Eduard Schwarzenberg und Friedrich Klingelhoeffer gemeldet hatten, wurde, und zwar die ſchriftliche Prüfung in den Tagen vom 11. bis 14. Auguſt, dagegen die mündliche Prüfung am 4. und 6. September abgehalten.

Die nicht öffentlichen Claſſenprüfungen erfolgten am 22. und 23. September, jeden Tag von 8 Uhr Morgens bis 12 Uhr, und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr; die Entlaſſung der mit Zeugniſſen der Reife zur Univerſität abgehenden zwei Primaner, welche vom Director durch eine Redeüber die Kennzeichen der intellectuellen Reife vollzogen wurde, ſo wie die Verſetzung der in der Lehranſtalt zurückbleibenden Schüler und die Austheilung der halbjährigen Schulzeugniſſe fand am 24. September Statt.

Von dieſem Tage an begannen die Herbſtferien und dauerten bis zum 13. Oktober, an welchem Tage der Wintercurſus unter den gewöhnlichen Feierlichkeiten ſeinen Anfang nahm und die Neuauf⸗ genommenen eingeführt wurden. Am 24. Dezember wurden die Schulen wegen der eintretenden Feier⸗ tage geſchloſſen bis zum 4. Januar 1846.

Zur Maturitätsprüfung meldete ſich am 12. Januar der Primaner Carl Fuchs aus Hanau und wurde, weil kein Hinderniß entgegenſtand, am 16. Februar u. d. f. Tagen zum ſchriftlichen, am 13. und 14. März aber zum mündlichen Eramen zugelaſſen.