Teil eines Werkes 
2 (1846) Die Sphäre des Archimedes
Entstehung
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§. 17. Anhang.

Es iſt mehrmals erinnert worden, daß, wie Claudian, ſo auch Marcian eine Sphäre zum Gegenſtande ihrer Schilderungen gehabt haben, welche von den eben erläu⸗ terten Archimedeiſchen in ſehr wichtigen Stücken abwich und wohl nicht von Archimedes, ſondern von einem ſpätern, aber unbekannten Urheber abſtammte. Die Schwierigkeit, alles das, was der practiſchen Ausſchmückung angehören mag, von den zu Grunde liegenden Thatſachen mit nur einiger Sicherheit zu trennen, macht jeden Erläuterungsverſuch um ſo bedenklicher, je mehr es an allen andern alterthümlichen Nachweiſungen darüber gebricht. Der fortgeſetzte Gebrauch der Sphären zu belehrenden Zwecken mochte auch in den Armillar⸗ ſphären manche Mängel entdeckt haben, weshalb man die gemachten Fortſchritte in den Künſten zur Abhülfe anrief. Es war aber ein bedeutender Fortſchritt zum Beſſern in der Sphären⸗ fertigung, daß man eine Glaskugel zur Klarmachung der ſphäriſchen Verhältniſſe wählte. Die Durchſichtigkeit der Glaskugeln ſetzte manchem Mißverſtändniſſe ein Ziel und gab im Beſondern der Lehre über die Beziehung und Lage der Himmelskörper zur Erde, die, als Weltmittelpunkt, im Mittelpunkte der Kugel ſichtbar wurde, hinreichendes Licht. Wenn nun aber auch die ſeit Tiberius in Italien aufblühende Glasfabrication, welche keinen Zweifel an der Befähigung des Zeitalters zu allen bei Glasſphären in Betracht kommenden Vorrichtungen zuläßt, ſowie die Leichtigkeit, die Sterne und Bilder des Thierkreiſes, die Planeten und alles Erforderliche auf eine ſchickliche, dem beabſichtigten Zwecke entſprechende Weiſe an der Kugelfläche anzubringen oder aus der wahrſcheinlichen Analogie mit der neueſten Erfindung, dem Kosmoglobus von Garthe, zu erläutern, die verführeriſche Hoffnung auf die Möglichkeit einer Erklärung hervorruft: ſo ergibt ſich dennoch bei weiterem Verfolgen der geheimnißvollen innern Einrichtung nichts, als bittere Täuſchung. Gerade die weſent lichſten Punkte bleiben in Dunkel gehüllt. Unauflösbar ſind unter andern die Räthſel in Claudian's Worten:

»Knechtiſch dient die verſchloſſene Luft den verſchied'nen Geſtirnen, Treibet das lebende Werk fort im gemeſſenen Lauf,⸗