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»gedreht wurde, nicht nur die Annäherung und das Zurückweichen der Sonne oder das
„Zunehmen und Abnehmen des Mondes, ſondern auch die ungleichen Bahnen der Firſterne »und Planeten darſtellte? Und die Gottheit hätte nicht vermocht, auf ſinnige Weiſe die »Wirklichkeit hervor zu bringen und zu geſtalten, wovon der menſchliche Kunſtſinn ein Abbild »durch Nachahmung zu geſtalten vermocht hat?— Würde nun wohl der Stoiker, wenn er die auf jener Metallkugel mit Farbe und nach ihrer Geſtalt bezeichneten Sternbilder geſehen, »behaupten, daß ſie ſich nach eignem Plane, und nicht vielmehr, daß ſie ſich durch das Talent »des Künſtlers bewegten?«
Aus Stolz auf ſein Vaterland unterläßt es der Siculer Jul. Firmicus Maternus) nicht, in ſeinen Rativitätsträumereien auch des Archimedes zu gedenken und, wegen der außerordentlichen Leiſtungen in der Mechanik, deſſen Geburt auf eine beſonders günſtige Conſtellation zurück zu führen; denn er verkündet mit aller Zuverſicht:»Wenn Saturnus, »in die 9ie Stelle des Horoſcop's geſtellt, das Zeichen des Schützen berührt: ſo bildet die Geburtsſtunde einen unvergleichlichen Erfinder in der Mechanik. Und das iſt jener, unſer Landsmann, deſſen mit Kunſtſinn gefertigte Sphäre die Bewegung des Himmels »und die Bahnen aller Geſtirne in einem Muſter von vollendeter Nachahmung vor Augen *geſtellt hat; es iſt der Syracuſaner Archimedes.⸗
Was wundern wir uns nun, daß auch die poetiſche, durch das Meiſterwerk entzündete Begeiſterung dieſem Gegenſtande reichen Schmuck verliehen hat! Von Bewunderung durch⸗ drungen ſingt Ovid'):
Aehnlich dem Ball iſt die Erd' und, von keiner Stütze getragen Schwebt ſo mächtige Laſt über der fluthenden Luft.
Selbſt hält gleichen Gewicht's die Kraft, ſich zu drehen, den Erdkreis; Daß nicht ſinke der Theil, fehlen die Ecken hier ganz.
Steht ſie nun gleich in dem All auf dem mittelſten Platze und ſtößt auch Weniger oder auch mehr keine der Seiten wo an,—
Wär' ſie nicht ringsum gewölbt, ſo neigte ſie dennoch zur Seite Und zum Mittelpunkt nicht diente die Erde der Welt.
1) Jul. Firmicus Maternus mathes. Libr. V. p. 76.(nach einem Citat des Fabricius bei Serxt. Empir. p. 477). 2) cf. Ovid. Fastor. VI. 270— 280.


