Teil eines Werkes 
2 (1846) Die Sphäre des Archimedes
Entstehung
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Huldigung zu bringen, ward durch Umſtände genährt und erleichtert, da unſtreitig einige Schriftſteller das Kunſtwerk durch Autopſie kannten, andere die Beſchreibung der Augen zeugen zur Grundlage ihrer Berichte machten. Daher hat auch die Schärfe der Kritik in den neueren Zeiten es nicht gewagt, dieſe Erfindung in Zweifel zu ſtellen, obgleich ſie ſich befugt erachtete, die Brennſpiegel, womit Archimedes die Schiffe der Belagerer verbrannt haben ſoll, für eine Erdichtung ¹) ſpäterer Schriftſteller zu erklären, ſo laut auch die Ein⸗ fachheit, Beſtimmtheit und Ausführlichkeit der claſſiſchen Erzählungen, ſowie die Verwandt⸗ ſchaft dieſer Erfindung mit den übrigen Erfindungen des Archimedes uud die ſeinen Ramen tragende, aus dem Arabiſchen überſetzte Abhandlung über Brennſpiegel gegen dieſes Verfah⸗ ren proteſtirt. Auch war die zur Fertigung einer Sphäre führende Veranlaſſung natürlich genug in Archimedes erſtem Nachdenken über Erd? und Himmelskörper gegeben. Indem ſich ſein umfaſſendes Talent dieſen Studien widmete, konnte es nicht fehlen, daß die Wiſſen⸗ ſchaft durch gehaltreiche Beſtimmungen an Sicherheit und Umfang gewann. Wie er die runde Erdgeſtalt, für die ſich ſeit Plato die ſcharfſinnigſten Philoſophen erklärt hatten, durch neue Beweiſe ſtützte'), beſtimmte er den Umfang und das Verhältniß der Erde, die in der Mitte der Welt unbeweglich ſtehe und durch ihre Kugelrundung auch dem ſie umgeben⸗ den Waſſer runde Geſtalt verleihe, und berechnete die Entfernung, Größe und Bewegung der Himmelskörper, von denen zuerſt der Mond, dann Merkur, Venus, die Sonne der Erde benachbart zuſtehes). Je mehr dieſe und ähnliche Anſichten bei ihm zur Ueberzeugung reiften, deſto dringender mußten ſie zu dem Entſchluſſe rathen, die Mechanik zu ihrer Er läuterung und Veranſchaulichung wirken zu laſſen. In wiefern dieſer Entſchluß zur Aus⸗ führung gekommen oder gelungen ſei, darüber mögen der Reihe nach und in ihren eigenen

Worten die Zeugen des Alterthums reden.

1) Erſch u. Grub. Encyelopäd. sub Arch. Fabrie. Bibl. Gr. Libr. III. e. XXII. p. 548 551. J. D. Beck(Anleitg. zur Kenntn. d. allgem. Welt- u. Völker⸗Geſch. Th. 2. e. 137. Leipzig 1788.) erwähnt der Sache im Vorbeigehen, und verweiſet auf Abhdlg. von Dupuy, Buffon, Käſtner, welche dem Verf. nicht gelungen iſt zur Einſicht zu erhalten.

2) Uuckert, Geogr. d⸗ Gr u R. S h S

3) Schaubach, Geſch. d. Aſtronom. bei d. Griech. bis auf Eratoſth.