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2 (1870)
Entstehung
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mit der Grammatik. Nach dem weſtphäliſchen Frieden ergaben ſich viele Schwierigkeiten wegen der Ausführung, deshalb waren in Nürnberg nochmalige Verhandlungen, die in dem ſog. Friedens⸗ executions⸗Hauptreceß am 16. Juni 1650 ihren Abſchluß fanden.

Reichsſtadt Regensburg, Medaille 26 M. auf die Gründung der Dreifaltigkeitskirche 1627:

Kirche, darüber Engel mit dem Stadtwappen, unten MDCXXVII

IM NAMEN DERHDREIF:WARDDERERSTESTEI!I GELEGT DEN] 4IVI: Reichsſtadt Worms, Medaille 44 M. auf den Bau des neuen Rathhauſes 1709, ſchön: LIBERAWORMATIASACRLROMANIIMPERIF-FIDELIS-FILIA: Stadtanſicht unter dem von zwei Drachen gehaltenen Wappen

8S0 SETZT MICH G0TT NUNAN DEN ORT WO LUTHER EH BEKANNT SEIN WORT Das Rathhaus unter dem Zeichen der Dreitinigkeit, darunter das Chronogramm SEIT GETROST ICHDER HERR BIN] MlTEVCHTL.(Sohann Link in Heidelberg)

Priuatperſonen.

Valerio Belli gb. in Vicenza 1468, nach Einigen 1478, ſt. daſelbſt 1546, Bronzemedaille 49 M: VALERIVSBELLVS VICENTINVS Bruſtbild nach links Jupiter im Viergeſpann.

Valerio Belli, als Steinſchneider berühmt, verfertigte 150 Münzſtempel, wobei er oft nur antike Denkmäler copirte oder frei nachbildete. Vorliegende Medaille gilt als eine Arbeit von ihm ſelbſt. In Bolzenthals Kunſtgeſchichte wird ſie ein Werk von unnachahmlicher Schönheit genannt. Die Form iſt die der ägyptiſchen Ptolemäermünzen. Iſaak von Benſerade, franzöſiſcher Dichter gb. 1612 ſt. 1691, Bronzemedaille 46 M. v. J. 1718: ISAAC BENSERADE Bruſtbild mit Lorbeerkranz nach links, an der Schulter CUREÖ AVEC LE MIEI NOUS PORTONS LEGUILLON(Stachel der Satire) Bienenkorb und fliegende Bienen, im Abſchnitt M DCC XVIII und rechts CURE

Von demſelben nicht weiter bekannten Curé ſind Nr. 611, 612, 615, 621, 622. Ob es noch andere Medaillen von ihm gibt, weiß ich nicht, da ich nirgends etwas darüber finde. Sie ſind alle gegoſſen von Meſſing und haben ſehr hohe Köpfe, die von geſchickter Hand zeugen. Vier davon ſtellen damals ſchon verſtorbene Perſonen dar; dieſe ſind v. J. 1718, eine Art Suitemedaillen, aber an Größe ungleich. Der Name des Künſtlers iſt immer vertieft, aber nicht eingravirt. Eugen Prinz von Savoyen gb. 1663 ſt. 1736(von der Nebenlinie S. Carignan, die 1831 auf den Thron kam), Medaille auf die Gefangennahme des Marſchalls Villeroi 1702, Prachtexemplar 40 M: PATIENS VOCARI CfSARIS VLTOR: Fama, Adler den Hahn unter fliehenden Hühnern packend, darüber Portrait mit der Umſchrift EUGEN:PR:SAB:CS:EX:GENER:COMD'(princeps Sabaudiae caesarei exercitus generalis commendans) Im Abſchnitt VILrAREGIO SVPR: GALLDVCE INTRA MOENIA]ſ(CREMONT CAPTO]1702.(supremo Gallorum) FLANTIBVS AVSTRIS Lilien vom blaſenden Wind gebeugt, daneben ſitzende Virtus mit