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DNVS MIHIL-ADIVTOROQVEM-TIMEBO-ANNOETATISXLVIII: Sehr erhabenes Bruſt⸗
bitd mit Barett nach links— ALBERTVS-CARDINALISET-ARCHIEPVSMOGVNTANNO:
M-DXXXVII. unter Cardinalshut und Kreuzſtab quadrirtes Wappen(Brandenburg, Pommern,
Nürnberg, Zollern) mit drei Mittelſchilden(Magdeb., Mainz u. Halberſtadt).
Sedisvacanzmedaille von Zinn 27 M. v. J. 1743(21. März bis 22. April):
Der heilige Martin(ſ. Nr. 69), darunter 1743— CAPITULMETROP:üMOGUNT:(capitulum
metropolis) Wappen des Domcapitels. Unten SEDE VACANTE
Seligenſtadt. Abt Peter Schultheiß aus Mainz 1715 bis 1730, Med. zum neunhundertjährigen
Jubiläum 1725 von Müller 45 M., Prachtexemplar:
TRANSACTIS IX STECULIS IUBILAT ECCLESIA SLELIGENSTATT LUDOVICO
DONANTE. EINHARDO FUNDANTE, PETRO RENOVANTE Drei Wappen(das angebliche
v. Kaiſer Ludwig dem Frommen, das gräflich erbachſche und das des Abtes), mitten C M, unten
1725.— 80B PATROCINIO SS-MM-MARCELLINI ET PETRIATOUES. P. BENEDICTI
(sanctorum martyrum, sancti patroni) Anſicht der Kirche am Main, darüber auf Wolken die drei Heiligen. Die Kirche wurde 1868 verändert und erhielt zwei gothiſche Thürme.
Deutſche Kaiſer und Beſterreich.
Maximilian I, römiſcher König 1486, Kgiſer 1493 bis 1519, Schauſtück v. J. 1505, 46 M. groß, über 3 ½ Loth ſchwer, ausgezeichnetes Exemplar:
† MAXIMILIANVSDEI GRA: ROMANOR REX SEMPERAVGVSTVS Bruſt⸗ bild geharniſcht mit Krone nach links, mit Scepter in der Linken, abwärts gekehrtem Schwert in der Rechten— †XPIA“) REGNORREXHERSOZ-ARCHIDVXAVSTREPLVRIMAR QOZ: EVROP PROVICIAR PNS-DVXETDO0 unter gothiſcher Verzierung in der Mitte gekrönter Schild mit einfachem Adler(röm. König), umgeben vom Orden des goldenen Vließes; neben der
Krone links 15,rechts 05; links das ungariſche, rechts das öſtr., darunter links das burgundiſche,
rechts das böhmiſche Wappen, die beiden letzteren ohne Krone.
Die Schrift geht auf beiden Seiten von oben rechts herab; der Avers hat Roſetten ſtatt der Puncte; das N in MAXIMILIANVS iſt verkehrt. Der Anfang des Revers wird nach anderen ähnlichen Münzen, worauf AC ſteht, gedeutet: Christianissimus ac; indeſſen ſteht hier nach XPI kein Puyct, das A iſt dicht daran, und an dieſem A iſt von oben her bis über die Mitte ein deutliches S angebracht(nach Art eines Monogramms). Weiter iſt zu leſen: septem regnorum rex heresque archidux Austriae plurimarumque Europae provinciarum princeps dux et dominus. Der Schwertgriff in der Rechten ſtatt in der Linken erklärt ſich ebenſo wie das verkehrte N aus einer Unbedachtſamkeit des Graveurs; er bedachte nämlich nicht, daß die Rechte beim Abdruck die Linke wird.
Leoyold 1 gb. 1640, König von Ungarn 1655, von Böhmen 1656, Kaiſer 1658 bis 1705,
Krönungsmedaille 43 M. wie neu: 1*


