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Seſterz von Bronze v. J. 149: ANTONINVSAVG PIVSPPTRPXII Kopf mit Lorb.— C08 IIII Aequitas mit Wage und Füllhorn. S und C
Ein Seſterz, urſprünglich 2 ½ As, war ein Vierteldenar; in der Kaiſerzeit hießen ſo die Vier⸗ asſtücke, die gleichfalls Vierteldenare waren. Das 4. Conſulat war 145. Desgleichen v. J. 152: ANTONINVSAVGPI VSPPTRPXV Kopf ebenſo— SALVS AVGCOSIIII Salus mit Scepter reicht einer Schlange, die ſich vom Altar erhebt, eine Schale. S und C
Zu leſen iſt Salus augusti, dagegen das folgende als Fortſetzung des Titels consul quater, ogl. Nr. 16, 21 u. 22. Desgl. Av. ebenſo, aber die Zahl unlesbar.— LIBERTAS(COSIIII Die Freiheit Hut und Scepter haltend. S und C Desgl. v. J. 160, ſchön patinirt: ANTONINVSAVG PIVSPPTRPXXIII Kopf ebenſo— PIETATI AVGCOSIIII Die Pietas mit der Welt in der Rechten, einem Kind auf dem linken Arm, neben ihr auf jeder Seite ein Kind, im Feld S und C
Zu beachten iſt die Bemerkung Preller's röm. Mythol. p. 626:„Später bezieht ſich die Pietas Augusta auch wohl auf die Stiftungen zu Gunſten armer und verwaiſter Kinder, welche ſeit Nerva und Trajan oft gemacht wurden.“ Daß Antonin eine ſolche Stiftung machte, ſagt Jul. Capitolinus 8: puellas alimentarias in honorem Faustinae Faustinianas constituit. Uebrigens dürfte hier nicht Pietati augustae zu leſen ſein, ſondern augusti. Fauſtina Gattin des Antoninus Pius, ſchöner Denar: DIVAAVG FAVSTINA Kopf— C0NC OR DlIAE Mann und Frau reichen ſich die Hand.
Annia Fauſtina, Schweſter von Hadrian's Günſtling L. Aelius, ſtarb 141, wie eine Inſchrift, Nr. 851 bei Orelli, beweiſt, wo das 4. Regierungsjahr Antonin's, tr p IIII, angegeben iſt. Sie trägt auf allen Münzen einen abſonderlichen Haarputz, eine Art Krone, wahrſcheinlich von Perlen, wodurch ſie leicht von ihrer gleichnamigen Tochter, der Gattin des Marc Aurel, zu unterſcheiden iſt. Concordiae iſt Dativ. Uebrigens iſt der Revers nicht leicht zu deuten. Der Mann hat eine Toga und in der Linken einen kurzen ſcepterähnlichen Stab. Man erklärt ihn, gewiß mit Recht, für den Kaiſer, den Stab für ein Buch. Die Frau iſt verſchleiert und hält in der Linken ein hohes Scepter, wie es den Göttern verliehen wird. Sie wird für Fauſtina erklärt, wobei nur zu bedenken iſt, daß dieſelbe nicht mehr lebte, wie die Bezeichnung diva beweiſt. Freilich bliebe die Erklärung, ſie ſei als Göttin zu denken; aber auch ſo behält die Sache etwas Gezwungenes. Vielleicht ſoll es die Concordia ſelbſt ſein. Denar ebenſo, anderer Stempel. Seſterz, worauf nur der Kopf derſelben Fauſtina und ein Theil ihres Namens zu erkennen. Marc Aurel 161 bis 180, Denar v. J. 148: MANTONINVSAVGIMPII Kopf bärtig— PROV DEORTRPIICOSII Göttin mit Welt und Füllhorn.
Marc Aurel, 138 von Antonin adoptirt, wurde 147 Mitregent, was ſich herausſtellt, wenn man von der höchſten Zahl trp XXXIIII, die bei ihm(fur das J. 180) vorkommt, rückwärts zählt;


