5. Aus der Flügelſtiftung(ſ. Programm von 1872, S. 30 f.) wurden im Laufe des ver⸗ floſſenen Schuljahres Bücher und Schreibhefte an 59 bedürftige Schüler ausgegeben. Der Kapitalſtock dieſer Stiftung beträgt jetzt 4682 Mark 10 Pf.
6. Das Prinz⸗Wilhelms⸗Stipendium ſſ. Programme von 1877, S. 56, und von 1889, S. 71) erhielt für das Winterhalbjahr der stud. theol. Friedrich Ide aus Caſſel.
7. Das Jubiläums⸗Beneficium(ſ. Programm von 1880, S. 23 ff.) beſitzt jetzt einen Kapital⸗ beſtand von 4507 Mark 99 Pf. Dasſelbe wurde zu einer Hälfte dem Unterſekundaner Ernſt Frank⸗ furth und zur anderen Hälfte dem Unterprimaner Erich Mengel verliehen.
8. Für das Dr. Ernſt Kornemannſche Stipendium(ſ. Programm von 1880, S. 25, und von 1881, S. 68 f.) war in dem abgelaufenen Schuljahre kein Bewerber vorhanden. Kapitalbeſtand: 17712 Mark 69 Pf.
9. Lotzſche Stiftung(ſ. Programme von 1880, S. 25, und von 1881, S. 69). Das Stiftungs⸗ kapital iſt durch Zinſenertrag auf 5808 Mark 02 Pf. angewachſen. Das Stipendium dieſer Stiftung erhielt für das 1. Halbjahr der stud. phil. Heinrich Weber aus Caſſel, für das 2. Halbjahr fand ſich kein Bewerber.
10. Dr. Friedrich Großſche Stiftung(ſ. Programm von 1881, S. 13). Das Kapital der Stiftung beträgt jetzt 3029 Mark 56 Pf. Die Zinſen desſelben wurden ſtiftungsmäßig den beiden Enkeln des Stifters, dem Unterſekundaner Friedrich Appel und dem Obertertianer Wilhelm Appel, verliehen. 4
11. Luther⸗Stipendium des Friedrichs⸗Gymnaſiums zu Caſſel 1883(ſ. Programm von 1884, S. 37).
Das Stiftungskapital beträgt jetzt 3963 Mark 36 Pf. Das Stipendium dieſer Stiftung erhielt in dem Rechnungsjahre 1895/96 der stud. theol. Ernſt Paulus aus Volkmarſen.
12. Gideon⸗Vogt⸗Stiftung(ſ. Programm 1894, S. 14 f.). Kapitalbetrag 4634 Mark 24 Pfg. Das Stipendium für 1895 erhielt der Untertertianer Fritz Schaub.
VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.
Zufolge einer Verfügung der vorgeſetzten Behörde kommt hier folgender Miniſterialerlaß zum Abdruck: Berlin, den 11. Juli 1895.
Durch Erlaß vom 21. September 1892 habe ich das Königliche Provinzial⸗Schulkollegium auf den erſchütternden Vorfall aufmerkſam gemacht, der ſich in jenem Jahre auf einer Gymnaſialbadeanſtalt er⸗ eignet hatte, daß ein Schüler beim Spielen mit einer Salonpiſtole von einem Kameraden ſeiner Klaſſe erſchoſſen und ſo einem jungen hoffnungsreichen Leben vor der Zeit ein jähes Ende bereitet wurde.— Ein ähnlicher, ebenſo ſchmerzlicher Fall hat ſich vor Kurzem in einer ſchleſiſchen Gymnaſialſtadt zu⸗ getragen. Ein Quartaner verſuchte mit einem Teſching, das er von ſeinem Vater zum Geſchenk er⸗ halten hatte, im väterlichen Garten im Beiſein eines andern Quartaners Sperlinge zu ſchießen. Er hatte nach vergeblichem Schuſſe das Teſching geladen, aber in Verſicherung geſtellt und irgendwo angelehnt. Der andere ergriff und ſpannte es, hierbei ſprang der Hahn zurück, das Gewehr entlud ſich und der


