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3 (1896) Anhang
Entstehung
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Caſſel, 5. September 95. Mitteilung eines Miniſterialerlaſſes, betreffend die Verwendung deutſcher Stahlfedern.

Caſſel, 25. September 95. Mitteilung eines Miniſterialerlaſſes, daß gegen ſchriftliche Überſetzungen ins Franzöſiſche in den oberen Klaſſen nichts einzuwenden ſei.

Caſſel, 28. Oktober 95. Mitteilung einer Miniſterialverfügung über Einführung einer ſiebenten Lateinſtunde in den oberen Klaſſen und über Wiederholung der alten Geſchichte.

Caſſel, 19. Dezember 95. Genehmigung der Einführung der Geſchichte des Heſſenlandes von Prof. Karl Wagner.

III. Schulgelchichte.

Die mündliche Abſchlußprüfung für Oſtern 1894 war am 29. März.

Am Montag den 1. April fand in dem Hörſal des Gymnaſiums eine Bismarckfeier ſtatt. Die Feſtrede hielt der Direktor.

Die Aufnahmeprüfung für Sexta wurde am 5. April nachm. vorgenommen. Der Unterricht wurde am 6. April 11 Uhr vorm. mit einer gemeinſamen Andacht geſchloſſen.

Oberlehrer Paulus nahm in der Zeit vom 16. bis 21. April an einem archäologiſchen Kurſus in München teil.

Das neue Schuljahr 1895/96 wurde am Montag den 22. April nachm. 3 Uhr mit einer gemeinſamen Andacht eröffnet und 58 aufgenommene Schüler auf die Schulgeſetze verpflichtet.

Der Vormittagsunterricht wurde für das Sommerhalbjahr auf 5 Stunden ausgedehnt und ebenſo von Weihnachten an für das Winterhalbjahr.

Profeſſor Stoll war aus Geſundheitsrückſichten vom Beginn des Schuljahres bis zu den Iuli⸗ ferien beurlaubt und wurde durch den Kandidaten Karl Bode vertreten, der dann zunächſt als unbeſol deter wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer an der Anſtalt blieb, für das Winterhalbjahr aber noch in 5 Stunden w. mit Vertretung des Prof. Stoll beauftragt wurde.

Profeſſor Zuſchlag war aus Geſundheitsrückſichten von Anfang des Schuljahres bis zu Michaelis beurlaubt und wurde vom 30. Mai an durch den Kandidaten Dr. Karl Schellenberg vertreten, der hier damit zugleich ſein Probejahr vollendete und dann einer Berufung als wiſſenſch. Hülfslehrer an das Gymnaſium und die Realſchule zu Mülheim a. d. Ruhr folgte.

Mit dem 1. Mai ſchied der wiſſenſch. Hülfslehrer Ludwig Baumann aus ſeiner hieſigen Stellung, um als Oberlehrer an das Realprogymnaſium zu Biedenkopf überzugehen. An ſeine Stelle trat als wiſſenſch. Hülfslehrer Ludwig Wehmeyer, zuvor Lehrer an der Hoffmannſchen Privatlehranſtalt zu St. Goarshauſen.

Oberlehrer Paulus nahm vom 27. Mai an acht Tage an einem Kurſus für Jugendturnſpiele in Braunſchweig teil.

Da der Reichstagsabgeordnete Prof. Hüpeden vom 1. Juni an ſeinen Unterricht wieder über⸗ nahm, ſo hörte damit die Vertretung durch den Kandidaten Pellens auf. Dieſer blieb noch bis zu den Juliferien als unbeſoldeter wiſſenſch. Hülfslehrer an der Anſtalt und ging dann in eine Privatſtellung

nach Eiſenach.