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3 (1896) Anhang
Entstehung
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Katholiſche Religionslehre(2 St. w.). Die Sittenlehre und das katholiſche Kirchenjahr nach Drehers Leitfaden. Gruß.

2. Deutſch(3 St. w.). Schillers Jungfrau von Orleans; Goethes Hermann und Dorothea; Leſſings Minna von Barnhelm. Häusliche und Klaſſenaufſätze; kleinere ſchriftliche Arbeiten in der Klaſſe. Vortragen auswendig gelernter Gedichte, ſowie kleiner eigener Ausarbeitungen. Praetorius.

1. Warum erſcheint uns die Erhebung der Schweizer in Schillers Wilhelm Tell als berechtigt? 2. Die Schlacht am traſumeniſchen See(nach Livius). 3. Wie zeigt ſich Kyros der Jüngere im Kampfe gegen ſeinen Bruder? 4. Wie erfüllt Johanna ihren Auftrag:Errettung bringen Frankreichs Heldenſöhnen und Rheims befrein und Deinen König krönen? (Klaſſenaufſatz). 5. König Rudolf in SchillersGraf von Habsburg und der König in Uhlandsdes Sängers Fluch. 6. Was erfahren wir über das Städtchen, das Goethe zum Hauptſchauplatz der Handlung in Hermann und Dorothea gewählt hat? 7. Hermanns Eltern. 8. Inwiefern ſind Bücher unſere guten und ſchlechten Freunde?(Klaſſenarbeit). 9. Der Gang der Ereigniſſe im Jahre 1813 mit beſonderer Berückſichtigung der Verdienſte Preußens.(Prüfungsarbeit).

3 Latein(7. St. w.). Vergil Aen. II mit Auswahl.(Nach Lange). Liv. XXI Cap. 1 30 nach der Auswahl von Vollbrecht. Cicero 1 u. 3te Catilinariſche Rede. Übungen im unvorbereiteten überſetzen und Rücküberſetzen. Wiederholung der ganzen Formenlehre und Syntax mit Ergänzung der letzteren nach Ellendt⸗Seyffert. Wöchentlich eine ſchriftliche Überſetzung aus dem Deutſchen ins La⸗ teiniſche, meiſt Klaſſenarbeiten, alle 6 Wochen eine Üüberſetzung aus dem Lateiniſchen ins Deutſche. Praetorius.

4. Griechiſch(6 St. w.). Homer Odyssee Auswahl aus I, V, VI. Xenoph. Anabasis III u. IV. Hellenica I mit Auswahl. Grammatik nach Bamberg(§§ 170). Wiederholung der Formenlehre. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Überſetzung aus dem Deutſchen ins Griechiſche. Stoll.

5. Franzöſiſch(3 St. w.). Lektüre nach Plötz, Lectures choisies. Grammatik nach Plötz' Schul⸗ grammatik Lekt. 50 79 mit Auswahl. Schriftliche und mündliche Überſetzungen aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche, Diktate, Sprechübungen. Stoll.

6. Geſchichte und Erdkunde(3 St. w.) Deutſche und preußiſche Geſchichte von 1740 bis zur Gegenwart. Wiederholung der Erdkunde Europas. Grundlagen der mathematiſchen Geographie. Stoll.

7. Mathematik(4 St. w.). Sommer: Proportionslehre, Potenzen und Wurzeln. Lehre von der Ähnlichkeit. Konſtruktionen. Schellenberg. Winter: Repetition des arithmetiſchen Penſums von Tertia. Potenz⸗ und Wurzellehre. Gleichungen erſten Grades mit einer und mit mehreren Unbekannten. Gleichungen zweiten Grades mit einer Unbekannten. Definitionen der trigonometriſchen Funktionen am rechtwinkligen Dreiecke. Trigonometriſche Berechnung rechtwinkliger und gleichwinkliger Dreiecke. Die einfachen Körper nebſt Berechnung von Kanten. Oberflächen und Inhalten. Dr. Schotten.

8. Phyſik(2 St. w.). Sommer: Chemie. Schellenberg. Winter: Magnetismus und Elek⸗ trizität. Überſicht über die anderen Gebiete der Phyſik. Dr. Schotten.

9. Geſang(2 St. w.). Chorgeſang. Dr. Brede.

Obertertia. Ordinarius: Oberlehrer Paulus.

1. Evangeliſche Religionslehre(2 St. w.). Geſchichte des Reiches Gottes im neuen Bunde. Bibl. Lektüre, eingehende Erklärung der Bergpredigt. Erklärung des Kirchenjahres. Wiederholung des Kate⸗ chismus, der Sprüche, Lieder, Erklären und Auswendiglernen von Pſalmen. Wehmeyer.

Katholiſche Religionslehre(2 St. w.) mit Unterſekunda vereinigt.

2. Deutſch(2 St. w.). Lektüre nach Hopf und Paulſiek. Schillers Glocke und Wilhelm Tell.

Aufſätze und Anleitung zum Disponieren. Übungen im Vortragen auswendig gelernter Gedichte Piſtor.