Druckschrift 
4 (1890)
Entstehung
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Desgl. vom 13. April 1889, S. 1361; in Zukunft ſollen den Schülern über die Ergeb⸗ niſſe der ſchriftlichen Reifeprüfung keine Mitteilungen gemacht werden.

Desgl. vom 4. Juni 1889, S§. 2438; es wird für die Gymnaſial⸗Bibliothek ein Druck⸗ Exemplar der aus Anlaß des 25 jährigen Beſtehens des Preußiſchen Landes⸗Vereins zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger von dem Geh. Sanitätsrat Dr. Brinkmann gehaltenen Feſtrede überſandt und dabei die Förderung der Intereſſen des roten Kreuzes empfohlen.

Miniſterialerlaß vom 23. März 1889, G. III. 5205; die unter dem 26. Oktober 1888 für den Bereich der Staats⸗Eiſenbahnverwaltung feſtgeſtelltenallgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leiſtungen und Lieferungen ſind auch bei allen das Reſſort des Kgl. Miniſte⸗ riums der geiſtl., Unterrichts⸗ und Medicinal⸗Angelegenheiten berührenden Bauten, deren Koſten ganz oder teilweiſe aus Staatsfonds gedeckt werden, zur Anwendung zu bringen.

Verf. Kgl. Provinzialſchulkollegiums vom 29. Juni 1889,§. 3258; in den Zeiten ſommerlicher Hitze ſoll der Lüftung der Klaſſenräume beſondere Fürſorge gewidmet werden, auch haben die Direktoren die Befugnis, bei großer Hitze nach ihrem pflichtmäßigen Ermeſſen den Unterricht in einzelnen Klaſſen oder in der ganzen Anſtalt für einzelne Stunden auszuſetzen.

Desgl. vom 1. Juli 1889, S. 2835; Karzerſtrafen ſollen in Zukunft nicht über eine Zeit von 6 Stunden hinaus verhängt werden.

Desgl. vom 17. September 1889, S. 4440; von dem Königl. Konſiſtorium zu Kaſſel iſt die Reviſion des evangeliſchen Religionsunterrichts in den höheren Schulen innerhalb des Kon⸗ ſiſtorialbezirks Kaſſel dem lutheriſchen Generalſuperintendenten zugewieſen worden.

Miniſterial⸗Erlaß vom 31. Dezember 1889, U. IV, 4102; vom 1. April 1890 ab ſoll die von der internationalen Stimmtonkonferenz, welche 1885 in Wien getagt hat, beſchloſſene Normalſtimmung in den höheren Lehranſtalten Anwendung finden.

III. Chronik der Schule.

Montag den 29. April 1889 wurde, nachdem vormittags die Prüfung der neu eintreten⸗ den Schüler ſtattgefunden hatte, nachmittags 4 Uhr das Schuljahr in üblicher Weiſe eröffnet.

Von den vier Kandidaten, welche unentgeltlich an der Anſtalt beſchäftigt waren, Boſſe, Mosheim, Dr. Suchier und Gutheil ging Dr. Suchier zu Oſtern als Hülfslehrer an das Realgymnaſium zu Höchſt aM.; am 20. Mai verließ uns Kandidat Boſſe, da er zur Vertretung eines Lehrers an das Königl. Real⸗Gymnaſium zu Wiesbaden berufen wurde. Die Kandidaten Mosheim und Gutheil blieben weiter zu unentgeltlicher Beſchäftigung.

Die Pfingſtferien dauerten vom 8. bis 12. Juni, die Sommerferien vom 7. Juli bis zum 3. Auguſt. Für die letzte Woche vor denſelben und die beiden erſten Wochen nach den⸗ ſelben war der Gymnaſiallehrer Dr. Haeſecke vom Kgl. Provinzial⸗Schulkollegium zum Gebrauch