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Beschluß
Entstehung
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teren Gebrauch, als dieſe, daß es gewöhnlich a) bey der Verbindung zweyer negativen Satzglieder nur eine Folgerung vom Kleineren auf's Größere, b) bey der Verbindung eines negativen und affir⸗ mativen oder zweyer affirmativen aber blos eine Folgerung vom Größeren auf's Kleinere aus⸗ drückt. Auch unterſcheidet es ſich c) noch dadurch von non modo, daß es bey zwey verneinenden Sakzglie⸗ dern immer das Kleinere, bey einem verneinen⸗ den und bejahenden, oder bey zwey bejahenden aber das Größere voranſtellt. Dagegen haben wir oben in der Abhandlung von non modo geſehen, daß damit nicht nur überhaupt jede Art von Folgerung ausgedrückt wird, ſondern daß man auch insbeſondere, ſowohl im Verneinungs⸗ als im Bejahungsfall mit ihm bald das Kleinere, bald das Größere voranſtellt(vergl.§§. 3. 10. 21). Wenn daher nedum mit non modo vertauſcht werden ſoll, muß jedesmal eine Umkehrung der Satzglie⸗ der vorgenommen werden. Es ergiebt ſich dies Alles aus den§§. 56 58 folgenden Beyſpielen und den§§. 60 62 angeführten claſſiſchen Stellen.

Im Deutſchen läßt ſich nedum bey zwey vernei nenden Satzgliedern, oder bey einem verneinenden und bejahenden durch: geſchweige oder wieviel⸗ weniger, bey zwey bejahenden durch: um ſo mehr oder wievielmehr ausdrücken.

Anmerk. Turſellinus behauptet in ſeinem 55 Buche de partic. lat., daß nedum nur zur Ver bindung negativer Satzglieder gebraucht werde, da ſelbſt in der Stelle Cicero's ad div. VII. 28: