3. Übersicht über den während des abgelaufenen Schuljahres erledigten Lehrstoff.
(Die Mitteilungen über das Schuljahr 1887/88 der Herbstklassen beschränken sich auf die Lektüre und die Aufsatzthemata der beiden oberen Klassen.)
a. Lektüre und Aufsatzthemata der M. I und M. II im Schuljahre 1887/88.
Deutsch. Oberprima. Lektüre: Aus Klopstocks Messias und Oden, Lessings Laokoon und Hamb. Dramaturgie; Emilia Galotti, Goethes Iphigenie und Tasso; Lyrik von Schiller und Goethe.
Aufsätze: 1. Welche Folgen hatte für Deutschland seine Verbindung mit Italien im Mittelalter? 2. Klopstocks Bedeutung für die deutsche Nationallitteratur. 3. Warum setzt man um das Jahr 1500 den Anfang der neuen Zeit?(Klassenarbeit). 4. Mit welchem Recht wird Horaz von Schiller der wahre Stifter der sentimentalen Dichtungsart genannt? 5. Welche Eigenschaften bewundern wir an den alten Römern? 6. Ajas bei Sophokles, ein echt tragischer Charakter. 7. Alexander und Pyrrhus, ein Vergleich. 8. a) Die Folgen des peloponnesischen Krieges für Athen. b) Gottentfremdung und Gottesglaube in den Goethe'schen Gedichten„Prometheus, Ganymed, Grenzen der Menschheit, das Göttliche“.(Klassenarbeit.) 9. Des Perikles Verdienste um Athen. 2
Unterprima. Lektüre: Geschichte der deutschen Litteratur bis zur Reformation im Anschluſs an die Lektüre hervorragender Dichtungen(Nibelungenlied, Gudrun, Parzival, Lieder Walthers von der Vogelweide, Fischart, Volkslieder mit Auswahl nach Hopf und Paulsiek); Lektüre von Schillers Wallenstein und Goethes Egmont. Memorieren einiger Gedichte von Walther von der Vogelweide.
Aufsätze: 1. Wodurch giebt sich in Goethes Götz von Berlichingen der Eintritt einer neuen Zeit kund? 2. Wallensteins Lager, ein anschauliches Bild des Soldatenlebens im dreiſsigjährigen Kriege. 3. In welcher Form erscheint die Treue im Nibelungenliede? 4. Warum verdient der Frankenkönig Karl den Beinamen des Grofsen?(Klassenarbeit.) 5. Inhalt und Gedankengang von Schillers Einleitung zu seiner Geschichte des Abfalls der Niederlande. 6. Welche Mittel der Charakterisierung stehen dem dramatischen Dichter zu Gebote?(Nachgewiesen aus Goethes Egmont.) 7. Der Einfluſs der Kreuzzüge auf das Rittertum. 8. Der Dichter Walther von der Vogelweide ein Kind seiner Zeit.(Klassenarbeit).
Obersekunda. Lektüre: Goethes Hermann und Dorothea und Schillers Maria Stuart(W.); Goethes Götz und Nibelungenlied(nach einer Ubersetzung)(S.); ausgewählte Gedichte von Klopstock, Schiller, Goethe und Geibel.
Aufsätze: 1.„onεn⁶ε 5αeεσς 2. Charakteristik des Wirtes in Goethes Hermann und Dorothea. 3. Welchen Verlauf nimmt die Handlung im I. Gesang von Goethes Hermann und Dorothea? 4. Kann man die Kriege der Römer bis zur Schlacht bei Pydna als Eroberungskriege bezeichnen? (Klassenarbeit). 5. Welche Umstände in Schillers Maria Stuart erregen besonders in uns die Gefühle der Furcht und des Mitleids? 6. Welche Entwicklung nimmt der Gedankengang in Geibels Gedicht„Der Tod des Tiberius“? 7.„Aller Anfang ist schwer.“ 8. Warum zog Hannibal bei seinem Zug nach Italien den Weg über die Alpen dem Seewege vor?(Klassenarbeit,)


