Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
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Über das erste Jahr des botanischen Gartens ist folgendes zu berichten: Zur Aus- saat, die wegen der ungünstigen Witterung erst spät im April erfolgen konnte, gelangten die wichtigsten einheimischen Kultur- und Giftpflanzen und später zur Ausschmückung noch einige Zierpflanzen auf frei gebliebenen Beeten. Leider gingen nicht alle Samen auf, was seinen Grund zum Teil in der anhaltend ungünstigen Witterung im Mai, zum Teil wohl auch in nicht geeigneter Bodenbeschaffenheit gehabt haben mag. Die Schüler der unteren und mittleren Klassen wurden von Zeit zu Zeit in den Garteu geführt, um die Entwickelung der Pflanzen an Ort und Stelle zu beobachten, ferner wurden die blühenden Pflanzen im Unterricht in der Klasse benutzt.

Auch in diesem Jahre erlitt der Unterricht wieder mannigfache Unterbrechungen, meist durch Krankheit, zum Teil auch durch Beurlaubungen. Der Direktor war zweimal(2 und 1 Tag) zu vertreten, Prof. Dr. Prätorius dreimal(3, 2 und 1 Tag), Prof. Dr. Auth einmal(10 Tage) Oberlehrer Wagner einmal(3 Tage), Oberlehrer Manns einmal(1 Tag), Oberlehrer Zülch sechsmal(2, 1, 2, 1, 2, 1 Tag), Oberlehrer Dr. Rost siebenmal(4, 6, 1, 1, 5, 1, 2 Tage), Oberlehrer Wiskemann einmal(4 Tage), Gymnasiallehrer Franz zweimal(4 und 3 Tage), Dr. Eigenbrodt einmal(3 Tage), Bleckmann viermal(1, 2, 1, 1 Tag), Sunkel zweimal (3 und 1 Tag), Dr. Schmitt einmal(2 Tage), Dr. Iber einmal(3 Tage), Zimmermann einmal(3 Tage), Hülfslehrer Thies zweimal(1 und 2 Tage), Watermeyer dreimal(1, 5 und 1 Tag), Dr. Heermann fünfmal(, 1, 1, 9, 8 Tage), Eitel zweimal(je 1 Tag), v. Seidel einmal (4 Tage), Lehrer Stern zweimal(1 u. 4 Tage), Wenzel einmal(6 Tage), Stolzenberg dreimal (1, 1, 3 Tage), Pfarrer Fürer einmal(4 Tage). Auſserdem konnte Gymnasiallehrer Franz in der Zeit vom 8. bis 14. Oktober, sodann vom 7. bis 19. März wegen Teilnahme an der Prüfung für Einjährig-Freiwillige nur einen Teil seiner Unterrichtsstunden geben. Oberlehrer Manns und Kandidat Schlitt wurden vom 28. März an zu achtwöchigen militärischen UÜbungen eingezogen.

In die 5. ordentliche Lehreistelle ist Gymnasiallehrer Dr. Gorges aus Meseritz berufen.

W. Statistische Mitteilungen.

A. Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler.

Evang. Kath. Dissid. V Juden. Linbeim- Ausw. V Ausl. Gesamtzahl 5

Anf 29 358 135

29 ſ 352 141

29 351 V 141 V 21 513

1

16 509

1. Am Anfang des Sommersemesters 430 50

21 514

2. Am Anfang des Wintersemesters] 430 55

3. Am 1. Februar 1892... 1430 54