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1 (1892)
Entstehung
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Cassel, 17. Januar. Anderungen in dem Berechtigungswesen der höheren preuſsischen Lehranstalten.

Cassel, 17. Januar. Mitteilung eines Ministerialerlasses über Reinhaltung der Turnhallen.

Cassel, 25. Januar. Genauere Anweisungen über die Verwaltungsberichte.

Cassel, 26. Februar. Revisionsbericht.

Cassel, 24. März. Mitteilung der Ministerialvertügung, daſs das Schulgeld auf 120 erhöht ist.

Schulgeschichte.

Das neue Osterschuljahr wurde Montag den 6. April, nachmittags 3 Uhr, mit einer gemein- samen Aundacht eröffnet, die neu eingetretenen Lehrer vorgestellt, nämlich die beiden von Dillen- burg hierher berufenen Oberlehrer Dr. Eberhard und Wiskemann, der vom städtischen Gym- nasium zu Frankfurt a. M. berufene ordentliche Lehrer Sandrock und der mit Vertretung eines zum Militär einberufenen Lehrers beauftragte Kandidat vom hiesigen Friedrichs-Gymnasium Bode, sodann 60 neu aufgenommene Schüler auf die Schulgesetze verpflichtet.

Dr. Carl Eberhard, geboren am 8. Februar 1843 zu Allendorf an der Werra, besuchte von Ostern 1856 an das Gymnasium zu Hersfeld und von Ostern 1863 an die Universität Marburg. Nach bestandenem Staatsexamen leistete derselbe von Ostern 1867 am Königlichen Gymnasium zu Wetzlar sein Probejahr ab und verblieb daselbst zur Unterstützung des erkrankten Lehrers der Mathematik bis zum Juni 1868. Darauf war er als Lehrer der höheren Bürgerschule zu Schmalkalden, vom 1. Oktober 1869 an als Lehrer der Mathematik und Naturwissenschaften an der Realschule und dem Gymnasium der Groſsen Stadtschule zu Rostock, vom 1. Oktober 1874 an als ordentlicher Lehrer am Königl. Gymnasium zu Marburg und vom 1. April 1881 bis dahin 1891 als Oberlehrer am Königlichen Gymnasium zu Dillenburg thätig.

Wilhelm Wiskemann, geb. zu Berge, Kreis Witzenhausen, den 20. April 1851, wurde auf dem Gymnasium zu Hersfeld für die Universität vorbereitet, widmete sich von 1870 bis 1875 in Mar- burg und Leipzig dem Studium der Philologie und unterzog sich im Winter 1874/75 der Prüfung pro facultate docendi. Von Ostern 1875 an war er an der höheren Bürgerschule zu Biedenkopf als Probandus und zugleich als Hilfslehrer beschäftigt und wurde daselbst zu Michaelis 1876 als ordentlichsr Lehrer angestellt. Im Herbst ging er an das Gymnasium zu Fulda über. Von da wurde er Ostern 1888 nach Dillenburg versetzt, woselbst er im Sommer 1890 zum Titular-Oberlehrer ernannt wurde.

Heinrich Sandrock, geboren den 17. Februar 1862 zu Mansbach, Kreis Hünfeld, besuchte bis Ostern 1880 das Gymnasium zu Hersfeld, studierte in Marburg, Leipzig, München und Göttingen Philologie. Nach Ablegung der Prüfung pro facultate docendi leistete er von Ostern 1885 bis 1886 sein pädagogisches Probejahr am Köͤniglichen Friedrichsgymnasium zu Cassel ab. Im darauffolgenden Jahre genügte er seiner Militärdienstpflicht und war dann bis Ostern 1891 am städtischen Gymnasium zu Frankfurt a. M. beschäftigt..

Die Kandidaten Thieme, Detlefs und past. extr. Siebert blieben als unbesoldete wissenschaftliche Hülfslehrer an der Anstalt, doch war Thieme vom 1. April auf 8 Wochen zu einer militärischen UÜbung einberufen. Von demselben Tag an war auch der wissenschaftliche Hülfslehrer v. Seidel auf 8 Wochen einberufen; mit seiner Vertretung wurde der oben genannte Kandidat Karl Bode beauftragt, der nach Ablauf dieser Zeit an das Friedrichs-Gymnasium zurück-