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ibersicht über den während des abgelaufenen Schuljahres erledigten Lehrstoff.
Oster-Oberprima.
Ordinarius: Oberlehrer Manns.
1. Evangelische Religionslehre(2 St. w.). Das Johannisevangelium. Die neue Kirchen- geschichte. Wiederholung der alten und mittleren Kirchengeschichte und der Bibelkunde, sowie früher gelernter Lieder. Grundzüge der evangelischen Glaubens- und Sittenlehre auf Grund der Augsburger Konfession und des Katechismus. Zülch.
Katholische Religionslehre(2 St. w.). Glaubens- und Sittenlehre nach Dreher. Wieder- holung des I. Hauptstücks des Diözesan-Katechismus. Martin.
2. Deutsch(3 St. w.). Lektüre aus Klopstocks Messias und Oden; Lessings Laokoon und Abschnitte aus der Hamb. Dramat., Emilia Galotti; Goethes Iphigenie und Tasso; Lyrik von Schiller und Goethe. Schmitt.
Themata der Aufsätze: 1. Warum nannte Sophokles sein Drama nicht„Kreon“, sondern „Antigone“? 2. ITIolld ⁴α detyd o⁴εν αά̈ν⁷‿σιιον§εεινεοεον πμαιε. 3. Welche Umstände führen dazu, einem Fürsten den Beinamen„der Groſse“ zu geben? 4. Glücklich bestandene grofse Gefahren sind oft eine Wohlthat für die Völker.(Klassenarbeit.) 5. a. Lessings„Emilia Galotti“, eine Frucht der Hamburgischen Dramaturgie. b. Wie läfst sich der Ausspruch Niebuhrs„Griechenland ist das Deutsch- land des Altertums“ begründen? 6. Goethes dramatische Kunst nachzuweisen durch einen Vergleich seiner „Iphigenie“ mit dem gleichnamigen Drama des Euripides. 7. Wie wurde durch Erfindungen und Ent- deckungen die Entwickelung des Menschengeschlechts gefördert?(Klassenarbeit.) 8. Der Strom, ein Bild des menschlichen Lebens(Maturitätsaufsatz); ein Schüler bearbeitete das Thema: Warum beginnt man mit der Völkerwanderung einen neuen Abschnitt in der Weltgeschichte?
3. Latein(8 St. w.). Horaz Oden III und IV mit Auswahl Ars poetica.(2 St. w.). Direktor. Tac. Germania. Annal. I und II mit Auswahl Cicero de amicitia. In Verrem IV und V c. 1— 16. Ubersetzungen aus dem Deutschen ins Lateinische(schriftlich und mündlich) nach Seyfferts UÜbungsbuch und nach Diktaten. Wiederholung der Grammatik nach Ellendt- Seyffert.(6 St.) Manns.
4. Griechisch(6 St. w.) Platos Phaedo mit Auswahl; Demosthenes orat. Phil. I, orat. Olynth. III(2 St). Übersetzungen in das Griechische nach Sepfferts UÜbungsbuch und nach Diktaten, desgl. UÜbersetzungen aus dem Griechischen in das Deutsche nach Diktaten.(1 St) Eigenbrodt. Hom. Ilias XII—XXIV mit Auswahl. Sophokl. Aias.(3 St.) Schmitt.
5. Französisch(2 St. W). Mignet, Histoire de la révolution frangaise. Montesquieu, Considérations sur les causes de la grandeur des Romains et de leur décadence. Scholastika und Extemporalien Grammatische Repetitionen nach blöt⸗z Bochröder.
6. Hebräisch(2 St. w.). Repetition der Formenlehre. Die wichtigsten Regeln der Syntax gelegentlich der Lektüre. I. Reg. 1— 19 m. A. Psalm 1, 3, 13, 15, 29, 46, 137. Zülch.


