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2 (1880) Kirchengeschichte des Mittelalters / [von Ferdinand Schantz]
Entstehung
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4. Februar 1880. Das Königliche Provinzial-Schulcollegium verfügt, dass die im Auftrage des Herrn Ministers der geistl. Angelegenheiten ausgearbeiteten Regeln nebst Wörterverzeichnis für deutsche Rechtschreibung zum Gebrauch an den preussischen Schulen, Berlin, Weidemann'sche Buch- handlung, 15 Pfg., von Ostern dieses Jahres an in der Realschule I. O. für die Rechtschreibung massgebend sein sollen.

4. Februar 1880. Das Königliche Provinzial-Schulcollegium genehmigt das Gehalts-Regulativ für die Städtischen Elementarlehrer vom 19. August 1879.

II. Chronik.

Das Curatorium der Anstalt bestand im vorigen Schuljahre aus den Herren: Oberbürgermeister Weise, Vorsitzender des Curatoriums, Stadtschulreferenten Metropolitan Dr. theol. Hochhuth, Regierungsrath Scheffer, Justizrath Hupfeld, Stadtrath Kaufmann Ritz, Stadtrath Tegethof und dem Director der Realschule I. O. Dr. Preime.

Die neu eintretenden Schüler wurden am 6. October 1879 geprüft, an demselben Tag begann das Schuljahr, es schliesst mit dem 20. März 1880. Während desselben bestand das Collegium aus folgenden Lehrern:

I. Director: Dr. Preime. II. Oberlehrer: 1. Prorector Heuser, 2. Grebe, 3. Dr. Wittich, 4. Dr. Hornstein, 5. Dr. Siebert, 6. Dr. Hölting, 7. Dr. Kramm, 8. Stange. III. Ordentliche Lehrer: 1. Zwirnmann(beurlaubt), 2. Dr. Schantz, 3. Krauth, 4. Ide, 5. Dr. Grebel, 6. Schwarz, 7. Dr. Ortmann, 8. Dr. Stehlich, 9. Lange. IV. Wissen- schaftliche Hilfslehrer: 1. Völler, 2. Dr. Hunrath. V. Probecandidaten: 1. Merkelbach, 2. Mohrmann. VI. Elementarlehrer: 1. Spangenberg, 2. Gottschalk, 3. Jürgens, 4. Erdmann. VII. Religionslehrer: A) katholische: 1. Kaplan Hoffmann, 2. Nau. B) israelitische: Dr. Stein. VIII. Technische Lehrer: 1. Zeichnen: Karbiner(ordentlicher Zeichenlehrer). 2. Turnen: Bop penhausen. Siehe ausserdem die Bemerkung zu Turn- unterricht pag. 32.

Veränderungen sind also in der Art eingetreten, dass zu den bisheri igen Lehrern Dr. Stehlich hinzugekommen ist.

Hunrath, Georg, geboren zu Kirchhain, am 23. Juni 1855, evangelischer Confession, besuchte die Gymnasien zu Cassel und Marburg und studierte von Ostern 1875 bis Michaelis 1878 zu Marburg alte Sprachen, Geschichte und Geographie. Im Frühjahr 1879 erwarb er sich zu Marburg die philosophische Doctorwürde und bestand im Herbst 1879 ebendaselbst die Prüfung pro fac. doc. Zu Beginn des Wintersemesters 1879/80 wurde ihm an hiesiger Anstalt die Vertretung des beurlaubten Reallehrers Zwirnmann übertragen und ihm nach zurückgelegter Prüfung pro fac. doc. gestattet, an der Anstalt das Probejahr abzuleisten.

Stehlich, Friedrich, geboren zu Eisleben am 18. Januar 1852, evangelischer Confession, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt. Er diente als Freiwilliger während des Krieges 1870/71 und studierte nach dem Feldzuge zu Halle und Tübingen neuere Sprachen. Im Frühjahr 1875 erlangte er zu Halle die philosophische Doctorwürde und bestand ebendaselbst ein Jahr später die Prüfung pro fac. doc. Die beiden folgenden Jahre verlebte er in Kurland, theils als