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1 (1844)
Entstehung
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Schulnachrichten.

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In dem Beſtand des Lehrerperſonals am Gymnaſium iſt in dem abgelaufenen Schuljahre keine weitere Veränderung eingetreten, als daß Gymnaſiallehrer Dr. Lanz ſeit Herbſt vorigen Jahres ſein Amt wieder angetreten hat. Der Gymnaſtallehramtscandidat Dr. Becker aus Mainz, welcher deſſen Stelle anderthalb Jahre lang verſah, iſt in Folge hiervon von der Anſtalt abgetreten und gegenwärtig an dem Gymnaſtum ſeiner Vaterſtadt beſchäftigt Wir ſind dem letztern für ſein gewiſſenhaftes und erfolgreiches Wirken an unſrer Schule zu beſonderm Danke verpflichtet und wünſchen, daß es ihm recht bald vergönnt werden möge, ſeine Kenntniſſe und Beſtrebungen in einem ſeinen Wünſchen entſprechenden Wirkungskreiſe weiter zu bewähren.

Am 12ten December vorigen Jahres wurde dem Gymnaſium die Freude zu Theil, den Großherzoglichen Geheimen Rath und erſten Profeſſor der Medicin an der hieſigen Univerſität Dr. Nebel, einen ehemaligen Schüler und vieljährigen Gönner unſrer Anſtalt, bei Gelegenheit ſeines 50 jährigen Doctorjubiläums zu beglückwünſchen und ihm eine von dem Gymnaſiallehrer Dr. Soldan gedichtete lateiniſche Ode zu überreichen.

Die Schülerzahl des Gymnaſiums belief ſich am Ende des vorigen Schuljahres auf 226, im Sommerſemeſter 1843 auf 236, gegenwärtig beträgt dieſelbe 242. Hiervon ſind in Prima 39, in Secunda 39, in Tertia 26, in Quarta 20, in Quinta 39, in Sexta 19, in der Vorbereitungsclaſſe 1te Abtheilung 32, 2te Abtheilung 28. Gebürtig ſind aus Gießen 128, aus dem übrigen Oberheſſen 77, aus Starkenburg 12, aus Rheinheſſen 11, aus dem Auslande 14. Evangeliſcher Confeſſion ſind 217, katholiſcher 16, jüdiſcher 9. Darunter ſind Söhne von Staatsdienern(Juſtiz⸗, Adminiſtrativ⸗ und Finanzbeamten, Univerſitätsprofeſſoren, Gymnaſial⸗ und Reallehrern, Phyſikatsärzten u. ſ. w.) 111, von Hofgerichtsadvocaten 21, von Geiſtlichen 19, von Gewerbtreibenden 19, von Kaufleuten 16, von Oeconomen und Gutsbeſitzern 9, von Gaſtwirthen 9, von Militärs 5, von Apothekern 5, von Volksſchullehrern 4, von andern Vätern verſchiedenen Standes und Berufes 24.

Zu Oſtern 1843 beſtanden folgende Schüler die Maturitätsprüfung:

1) Wilhelm Urich, Sohn des Zollaſſiſtenten Urich dahier, Studium Theologie, Zeugnißnummer II. 2) Guſtav Heyer, Sohn des Forſtmeiſters Heyer dahier, Studium Forſtwiſſenſchaft, Zeugnißnummer I. 3) Theodor Bierau, Sohn des Revierförſters Bierau zu Niederweidbach, Studium Forſtwiſſenſchaft, Zeugniß⸗ nummer II. 4) Maximilian von Buri, Sohn des Hoſgerichtsadvocaten von Buri dahier, Studium Jurisprudenz, Zeugnißnummer II. 5) Auguſt Cellarius, Sohn des Decans Cellarius zu Lich, Studium Jurisprudenz, Zeugnißnummer II. 6) Heinrich Döll, Sohn des Pfarrers Döll zu Grebenau, Studium Theologie, Zeugnißnummer II. 7) Wilhelm Pfannmüller, Sohn des Hoſgerichtsadvocaten Pfannmüller dahier, Studium Jurisprudenz, Zeugnißnummer II. 8) Adolph Welcker, Sohn des Pfarrers Welcker zu

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