98—
Auch kann der 4. Epitri an den beiden bezeichneten Stellen des Berſes zugleich vorkommen, wie 1II. 315. Brelusura deum, eui Mandlineußu Precesdue Verbaque iactunti— dixit,
wo er behartliche Zurückweiſung malt und XII, 6. Adarutare rutes. nedlue inexhectafts in armis Hlostis addest,
wo er die allmähliche Antunft der feindlichen Flotte ſchldert.
§. 3. Was die Verbindung mehrerer Wortfüße zu maleriſchen Zweckn betrifſt, ſo iſt vor Aulem zu bachten, daß das Malerſche in einem Verſe, inſoueit es von den Wortfihen abhängt, meiſt nur darch das Wort ausgedrickt wird, weiches den Hauptbegriff enthält; es ſonnen indeß anch andere hinzukommende Wortſüße die Wirkung noch verfrken. Gine ſolche beſlimmte Verbindung von Wortfüßen iſt aber nicht in allen Fällen maltricch, ja es kännen durch eberdieſelbe oft ganz verſehiedenartige Bezichungen ausgedrückt werden. Dazu koummt noch, daß die Anfangsworte mancher Hexameter erſt den Sinn des vorangehenden Verſes ab⸗ ſoliehen, und der übrige Theil einen ganz andern Gedanken enthält; uder daß in deuſelben Verſe mehrere Sätze verſchiedenen Inhalts vorkommen, ſo daß die Verbindung der Wortfüße vor der Ciſur mit derjenigen nach der Gaſür unr durch den allgemeinen Zuſammenbang verknüpft iſt. Es gilt daher, dieſenigen Jäle zu be⸗ zeichnen, in welchen der Dichter wirklich die Abſiht hatte, durch die ganze Verbindung den Ausdruck maleriſch zu geſtalten; ſolche ſind aber hanptſächlich da zu ſinden, wo mechrere Längen auf einander folgen, oder die Kürzen bäuſiger unter die vängen gemücht ſind als gemöhnlich
Um dieſe Fätte riclin zu beurtheilen, hat man zunächſt darauf zu ſehen, welche Cäſur in einem Verſe ſtattſudet. Jſt es die tentheinimeres, ſo wird der Vers in zwei Theile getheilt, von denen der erſtere etwas kürzer iſt, als der zweite; zu Alnſange muß— ſo erfordert es das Metrum des Hepameters— ein fallender Woriſuß ſtehen; in dritten Fuße tritt ſchon die Eiſur ein und wirkt auch zugleich auf den zweiten Fuß zurück: der Vau der erſten kürzern Hälſte wird vaher ziemlich gleichmäßig ſein und in Vetmff der Wortſüße nur in einzelnen Filten Gelegenheit zir maleriſchem Ausdrut bieten. Deſto veichere lbwechſelung in den Wortfußen wird man in der zueiten Häihte finden; da dieſelbe jedach durc die Slauſel beſümmten Beſchrüͤnkungen unter worfen ſſt ſo erziebt ſch hiermus, daß die mülerichen Stalen haußtſächlich in der Miut des Verſes zu ſuchen ſind Ein Gleiches ergiebt ſich, wenn die Cäſur nach dem 3. und ge eintrit: der Bers wird durch dieſelbe in dri Theile getheilt, von denen der erſie und letze in ihrem Bau noch weit beſchräukter ſind, als die dunch die Peuthem. enttandeuen Abſelnitte; der Wechſel in den Wortfüßen kann daher hauptſächlich nur in der Mitte ſtatfunden, wegen der Kürze des mittlern Abſchnitts freilich auch nur in geringem Maße.— Die ſogen bukoliſce Eiſur kommt hier nicht in Betracht, da ſie bei Ovid ſteis mit der Peuthemn. verbunden ſt; eben ſo wenig wegen ihrer Selteneit die Cäſur nach demm dritten Trochäus
WWir wallen hierauf verſichen, die vichigſten Fälle anffufzren, in denen mehrere Wortfüße durch ihre Bereinigung in der Regel eine malerſche Wirkung hersorbringen, und uns bei der Außzählung durch den Wort, fuß leiten laſſen, mit dem der Herameter beginnt. Betrachten wir alſo
A diejenigen Hexameter, welche mit einem Trochäus anfangen. In der erſten Hälfte des Verſes kommen hier bei Anwendung der Peuthem. nur ſolgende drei Verbindungen von Wortfüßen vor: 1, Trochäus, Jambus, Spondens, oder ſtatt der beiden lettern Fißfe der erſte Eitrit; 2, Trochäns, Auphibrachys, Jambus; Trocläns, Jambus, Anapiſt,— wie es folgendes Schema überſictlicher darſtelt
8I=el=⸗
in der zweiten Halfte dagegen giest es acht weſenelich verſchitene*) Verbindungen, die ſich auch bei den übrigen Anfängen des Hegameters immer wiederholen, uämli
.) Die versus sdaudazei ſid hirtei nich berücfichigt


