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Sonnabends den 7. November wurden die Allerhöchsten Rescripte ausgetheilt, durch welche die bisherigen Hülfslehrer Krause und Dr. Schimmelpfeng zu hnieden Lehrern ernannt und für diese beiden, sowie für Dr. Soldan, Dr. Feitter, r. Collmann, Pf. Dithmar, GL. Fürstenau Gehalts. Zulagen von 200 Thalern, für Dr. Jehtaue eine solohe von 100 Thaler vom 1. Januar 1863 an bewilligt wuro. So hatte denn endlich das seit 15 Jahren wiederholt anerkannte Bedürfnis einer Verbesserung der Lage der Gymnasiallehrer eine angemessene und zum Dank verpflichtende Berücksichtigung gefunden.
Mittewoche den 23. December wurden die Lectionen des Gymnasiums Vormittags 11 Uhr geschlossen. Damit endigte zugleich die Lehrthätigkeit des Practicanten Theodo, Hartacig am hiesigen Gymnasium, an welchem er seit Februar 1862 theils zu seiner Aus- bildung, theils als beauftragter Lehrer in erfolgreicher Weise wirksam gewesen war. Durch Beschluss Kurf. Ministeriums des Inneren vom 10. December war er mit Versehung einer Lehrerstelle am Gymnasium zu Hersfeld vom 1. Januar 1864 an beauftragt worden.
Am 25. December langte ein allerhöchstes Rescript an, durch welches auch für Pf. Fenner eine jährliche Zulage von 200 Thalern vom 1. Januar 1863 an bewilligt wurde.
Die Weihnachtsferien endigten mit dem 4. Januar, und Dienstags den 5. Januar wurden die Lectionen mit einer gemeinsamen Andacht wieder eröffnet. An diesem Tag wurde auch der zum Hülfslehrer am hiesigen Gymnasium mit einem Gehalt von 500 Thalern durch allerhöchstes Rescript vom 10. August ernannte Dr. Julias Rothfuchs von dem Director in sein Amt eingeführt und umsomehr willkommen geheissen, da er sich schon früher, vom Herbst 1860 bis zum Ende des Jahres 1861, während er dem Gymnasium als Practicant und beauftragter Lehrer angehörte, als einen treuen Mitarbeiter bewährt hatte.
Am 19. Januar schlossen sich die Lehrer des Gymnasiums dem feierlichen Leichen- zuge an bei der Beerdigung des Geheimen Hofraths Professor Dr. Gerling, welcher während der ersten Jahre seiner öffentlichen Wirksamkeit Lehrer am Lyceum zu Kassel gewesen war.
Die Maturitäts-Prüfung am Schluss des Schuljahrs begann am 22. Februar, indem an diesem und den folgenden Tagen die schriftlichen Arbeiten vollendet wurden: die mündliche Prüfung fand am 10. und 11. Merz statt. Das Ergebnis derselben wird in der statistischen Uebersicht mitgetheilt werden.
Der Gesundheits-Stand war bei Lehrern und Schülern während des Schuljahrs im Allgemeinen ein befriedigender; nur GL. Krause war am Ende des Sommerhalbjahrs einige Zeit hindurch bedenklich krank und dadurch an Ertheilung des Unterrichts verhindert. Auch in anderen Beziehungen war das Schuljahr ein solches, auf welches man mit Danl und Freude zurückblicken kann. Nur hat leider! dem dringenden Bedürfnis nach einem neuen Schulgebäude bis jetzt noch nicht abgeholfen werden können; jedoch darf mit Zuversicht die Hoffnung ausgesprochen werden, dass die Ausführung des als nothwendig anerkannten Baues nicht lange mehr auf sich werde warten lassen.


