GLorwort
„Nür uns Lehrer in Cassel ist es eine Dflicht, die Schilor der oboren Klassen in dio Gemäldegalerie, diosen größten Schatz Cassels, zu führen, ihnen hier in der Anschauung der herrlichen Meisterwerke An- leitung zu geben zu rechtem Begreifen und Würdigen derselben und sie somit nachbaltig dafür zu interessieren.“
Jo Schrieb T. Houßner in dem ersten Programm unserer Schiule, das er I698 über die Galerie(Luben vorfaßte. Jeitdem ließ dieser Bekannte Scbulmann und Erzieher weitere Programme folgen, 1699 T003, 1909 über Pembrandt, das niederländische Jittenbild und das niederlndische hötere Jittenbild. Dazwischen fällt das Programm von O. Paulus iber die Lorhalle unserer Bildergalerio und die Echter- meierschen Länderstatuen(1900).
Ich halto es für eine angenehme Dhflicht, auch hier zu bekennen, daß ich gerade durch diese Arbeiten schon vor Jabren den ersten Austoß Bekommen habe, mich eingehender mit unserer Galerie zu heschäftigen und die Treude an ihren Werken auch in weiteren Kreisen zu wecken.
Aber immer mohr drängte sich mir der neue Gesichtspunkt auf, an der Nand der Bilder zu zeigen, welch ein mächtiger erzieherischer Einfluts in feder echten großen Kunst liogt. Dies war es auch vor allem, was mich letzten Sommer veranlaßte, in I5õ Stunden mit Primanern die Hauptwerke der niederländischen Kunst in unserer Galerie zu Besprechen.
Den Bericht lege ich hior vor, er ist als Ergänzung und gleichzeitig als Abschlich der oben erwähnten Programmreibe gedacht.
Aus äuheren Grunden ist es mir numn leider nicht möglich, das Ganze zu geben. Ich hoffe, den zweiten Teil, der vor allem den noch fehlenden v. Dyd und T. Hals enthält, in einem folgenden Programm oder an anderer Stelle veröffentlichen zu können.
Um Eintönigkeiten zu vermeiden, habe ich in diesem ersten Teil nur ein Bruchstück der ersten Stundeo als Lehrprobegegeben. Tüur solche. qie sich mit dor einen oder anderen der hier nur angeschnittenen Tragen näher Beschäftigen wollen, gebe ich am Schluß einen Anbang mit einiger Eiteratur. Nicht immer war es mir möglich, nach der neuesten Auflage anzuführen.
Herr Direktor Glogau und mein Kollege Herr Wagner Seion auch an dieser Itelle für manchen giiten Ratschlag herzlichst Bodankt.
Der ULorfasser


