DD nachfolgende Abhandlung kann als Fortsetzung einer kleineren Gelegenheitsschrift angesehen werden, die zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Directorial-Jubiläums des Gymna- sialdirectors Dr. W. Münscher zu Hersfeld am 31. October vorigen Jahres unter dem gleichen Titel: Zur Kritik und Exegese von Cicero de oratore erschienen ist. Es sind einige schwierigere Stellen, deren Behandlung dort versucht ward; und ging meine Ansicht dahin. da sz:
1) I 12, 53 statt des herkömmlichen quod volet zur Vermeidung der unerträglichen Ana- koluthie vielmehr quoad volet zu lesen sei;
2) I 13, 56 die irrtümlich eingeschobenen Worte„communie vor civium und de hominum“ wegfallen und nur ‚de civium, de gentium iure“ bleiben müszten; und
3) I 27, 125 zu Herstellung des Zusammenhangs die durch ein Versehen hinter non habet ausgefallenen Worte illud habet wieder in den Text zu setzen seien. Ferner schlug ich vor:
4) I 29, 132 statt ‚unus paterfamilias“ lieber unus e multis, und
5) I 59, 253 mit Streichung des Glossems„iurisperitos' qui ipsi sint pertissimi zu lesen.— Weiter wären:
6) II 2, 6 die grammatisch nicht zu rechtfertigenden Worte et ingeniis als auch in den Zusammenhang der Stelle nicht recht passende Interpolation aus dem Text wieder zu entfer- nen. In der oft misverstandenen Stelle:
7) II 9, 38 sei der Concessivsatz: ‚etsi— tamen“ nicht zu dulden, und nur si ex eo iudicari potest, hoc certius nihil esse potest, und weiter vielleicht statt„quid quaeque do- ceant' auf Grund handschriftlicher Spuren: quid quique teneant zu schreiben. Endlich
müszten:


