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4 (1905) Neue Inschriften des Mainzer Museums : vierter Nachtrag zum Beckerschen Katalog ; mit über 100 Abbildungen nach Facsimile-Zeichnungen von Heinrich Wallau / Körber
Entstehung
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(Ante diem) XIII Kalendas) Maias.

Am 13. Tag vor den Kalenden des Mai= Am 19. April.

Der Backstein ist in der Mitte gebrochen. UÜber die Bedeutung der Inschrift s. d. vorherg. Nr. Bemerkenswert ist übrigens, dass in unserer Gegend in solchen Ziegel-Inschriften nur die Monate Mai Oktober vor-

kommen, da nur in dieser Zeit geziegelt wurde. Vergl. Becker, S. 100. Bramb. 1046, 1.

80. Heizkachel mit Inschrift, gef. am 14. November 1902 beim Bau des Hauses Karmelitenplatz Nr. 6. Geschenk des Herrn Buchdruckerei- Besitzers Theyer. Die Kachel ist von ungewöhnlicher Grösse und Form, ihr Durchschnitt ist ein Quadrat von nicht weniger als 17 cm. Die vor dem Brand eingeritzte Inschrift bedeckt eine Seite.

Ammius Salurninus rusticus delsuo

peculio histud seribsit. N MDer Bauer Ammius Saturninus hat

(diesen Bau) aus seinem Vermögen (errichtet und) dieses geschrieben. . 8 2. Zist vielleicht Rustieus zu lesen, dh. das Wort könnte auch zweites Cognomen Ne CL 5 sein. Z. 5 steht histud für istud; in

kehrt gesetzt, wo sie dort fehlt; dass aber dieses histud im Sinne von hoc

steht, möchte als eine der späteren

s. d. Bem. zu Nr. 40. Gegenüber der oben von mir übernommenen 1˙5 Deutung Mommsens schlägt Gunder-

¶CV volkstümlicher Sprache beginnt schon

/‿ 0 sehr früh ein Schwanken im Gebrauch

Zeit angehörige Entwicklung aufzu-

fassen sein, wie sie in romanischen

mann, um die sprachliche Schwierigkeit zu vermeiden, folgende Erklärung vor:Annius Saturninus Rusticus hat dies(en Bau) da(durch eine Stiftung)

der Aspiration: sie wird weggelassen, wo p Llo bN ₰⁸ 3 Sprachen vorliegt(ital. stasera= aus seinem Sondergute herstellen lassen(= verschrieben, vermacht).

sie im Hochlatein steht, und umge- N hnce seram). Z. 6 scribsit für scripsit Vergl. 1Korrbl. d. W. Z. XXII, S. 2.

81. Sechs kleine Tonkegel mit Zahlzeichen. Funf davon(Ka- tal.-Nr. 5333 37) sind am 5. Januar 1901, angeblich zusammen mit anderen römischen Sachen, zu Weisenau in der Nähe des neuen Schulhauses, eines (Katal.-Nr. 6070) am 7. Dezember 1901 beim Bau des Hauses Kapuziner- strasse 21 in unzweifelhaft römischer Schicht gefunden worden. Länge

8 9 ½ cm. Das Stück aus Mainz trägt die

Ziffer VIII und darunter) die Ziffer

611 XXXX; die aus Weisenau haben teils

̊ 1 nur eine Ziffer: XXXIIII, XXXVI

und XX, teils deren zwei: XXXX und

X/ XXXXII, XXXX und VIII. Die

4 7 Zeichen sind vor dem Brand in den

noch weichen Ton eingeschnitten; wo

zwei Ziffern auf einem Stück stehen, sind sie nicht auf gerade entgegen-

gesetzten Seiten angebracht, sondern der Umfang ist gewissermassen in drei

Teile geteilt, von denen zwei beschrieben sind. Die Kegel werden zu einem Spiel gehört haben.

Vergl. CIL. XIII, 10,020. 19. Korrbl. d. W. Z. XX, S. 70 und XXI, S. 35.