III. Altäre und Weiheinschriften.
33.„Viergötterstein“(Sockel einer sog. Gigantensäule), gef. im Jahre 1810 in den Grundmauern der ehemaligen Dom- dechanei(auf der Seite des Gutenbergsplatzes, wo jetzt das Denkmal steht). Sandstein. H. 104, Br. 61, D. 58 cm.
Auf der einen Seite des Steines befindet sich die Hauptinschrift, auf den drei anderen sind Götter dargestellt: 1.(links) Victoria, bekleidet mit einem um die Hüften geschürzten Gewande, das den ganzen Oberkörper sowie das linke, auf einer Kugel stehende Bein freilässt; mit der Linken hält sie einen ovalen Schild, worauf die fast erloschene Inschrift v"ict(oria) Aulg(usti)]„Sieg des Kaisers“ steht; in der Rechten wird sie den Griffel gehabt haben. Leider wird sich nicht ausmachen lassen, welcher Sieg und welcher Kaiser gemeint ist. 2.(hinten) Apollo in lang herabfallenden Locken, bekleidet wie Nr. 1; zu seiner Linken steht auf einem Untersatze die Leier, mit der Rechten hält er das Schlagstäbchen. 3.(rechts) Ceres(?), bekleidet mit einem kurzärmeligen Chiton und einem den Unterkörper be- deckenden, über den linken Arm gelegten Himation; vom Kopfe scheint ein Schleier herabzufallen; in der Rechten hält sie wohl eine lange Fackel, in der Linken eine kürzere.


