Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
23
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In. Buch. IX. Tit. Von dem Soeietäts⸗Contraete. 23

geſagten Artikel,) ſo daß zwiſchen der Ordonnanz und unſe⸗ rem Artikel nur fuͤr den Fall ein wirklicher Unterſchied vor⸗ handen iſt, wenn der Handlungs⸗Geſellſchafter nicht von der Unrerſchrift ausgeſchloſſen iſt, und alle unterzeich⸗ nen befngt ſind⸗

Art. 1863.»Die Geſellſchafter haften dem Glaͤubiger, »womit ſie contrahirt haben, jeder fuͤr eine gleiche Summe und einen gleichen Theil, ſelbſt dann, wenn der Antheil eines von ihnen an der Geſellſchaft geringer ſeyn ſollte, der Act habe dann beſonders die Verpflichtung dieſes Letztern nach Verhältniß ſeines Antheils an der Geſellſchaft beſtimmt.«

Der Beweggrund des letzten Theiles dieſes Artikels iſt, weil dritten Perſonen die beſondern Verträge der Geſellſchaf ter unbekannt ſeyn können, und Betruͤgereyen verhindert werden müſſen⸗

Art. 1864.»Das Angeldbniß, daß eine Verpflichtung für Rechnung der Geſellſchaft übernommen worden ſey, bindet nur denjenigen Geſellſchafter, der contrahirt hat, und nicht die uͤbrigen, es ſey dann, daß dieſe ihm Vollmacht gegeben haben, oder daß die Sache der Societat zum Nu⸗ tzen gediehen ſey.«

In den beyden vorhergehenden Artikeln iſt feſtgeſetzt wor⸗ den, für welche Antheile die Geſellſchafter gegen dritte Per⸗ ſonen verbunden ſind. Im vorliegenden beſtunmt man die Fälle, wo ſie ſo gar ganz für die von einem unter ihnen eingegangene Verbindlichkeit haften. Der Regel nach kann man durch einen Vertrag nur ſich binden, von dieſer Regel macht aber der Artikel zwey ganz gerechte Ausnahmen, im Falle nehmlich, 1) wo die uͤbrigen Geſellſchafter denje⸗ nigen von ihnen, welcher contrahirte, dazu benollmächtigt hatten, und 2) wenn die Societät Vortheil aus dem Em⸗ pfangenen gezogen hat. Vorzuͤglich iſt dieſer letztere Fall bedeutend, und ſtimmt mit den im Titel der Pandecten ds in rem verso feſtgeſetzten Regeln überein.