Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
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69. Iſt der wirkliche Beſitzer des Majorates Willens den Kaufpreis in wirklichen Immobilien wieder anzulegen, ſo ſoll er dem Rathe des Siegels der Titel

1) Das Verzeichniß der Gülter, die er zu erwerben wünſcht,

2) Die Urkunden, die das Eigenthum und den Werth derſelben beweiſen,

3) Die Beweisſtücke, die den Ertrag derſelben darthun, und

4) In ſo fern es Statt findet, die Bedingungen des Ver⸗ kaufes vorlegen⸗

70. Nachdem der Rath die erforderlichen Erkundigungen eingezogen hat, faßt er ſein Eutachten ab, welches uns vom Erzkanzler vorgelegt werden ſoll, damit dasjenige, was der Sache angemeſſen iſt, von uns ſchleßlich daruber verfügt werde⸗

71. Sollten wir nicht fuͤr dienlich ſinden, die Erwerbung zu erlauben, für dieſen Fall behalten wir Uns vor, die Friſt zu erweitern, die dem Beſitzer des Majorates geſtattet iſ, um eine Wiederanlegung ausfindig zu machen⸗ entgegengeſetzten Falle ſoll unſer Genehmigungs⸗De⸗ cret in offene Briefe eingekleidet werden, welche, ſo wie im Tit. 1 geſagt iſt, abgeliefert, in die Regiſter eingetragen, verkündet und eingeſchrieben werden ſollen.

72. Die ſtatt der veräußerten Güter angenommenen Guͤ⸗ ter nehmen die Natur und rechtliche Beſchaffenheit an, welche die Güter hatten, an deren Stelle ſie treten, ehe dieſelbe dem rechtlichen Verkehr zuruͤckgegeben wurden.

73. Iſt nach dem Iuhalte des Veräußerungs⸗Decretes⸗ oder durch ein nachheriges Decret die Wiederanlegung entwe⸗ der in Renten auf den Staat, oder in Bank⸗Actien erlaubt worden, ſo ſoll der Miniſter des öffentlichen Schatzes oder der Gouverneur der Bank dem wirklichen Beſitzer des Majorates, der die Renten oder Actien für den Betrag des Verkaufsprei⸗ ſes erworben hat, eine Erklärung ihrer Immobiliariſirung⸗ nach den im Abſchn⸗ 1 des Tit. 1 vorgeſchriebenen Formen,

geben