Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
494
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42½ Rachtrag.

„Kaiſer und ſeiner Dynaſtie getreu zu ſeyn, den Conſtitu⸗ „tionen, Geſetzen und Verordnungen des Reichs zu gehorchen, „ſeiner Majeſtat als ein guter, aufrichtiger und getreuer „Unterthan zu dienen, und meine Kinder in den nehmlichen „Geſinnungen von Treue und Gehorſam zu erziehen, und „ſo oft das Gebieth bedroht wird, oder ſeine Majeſtät zur „ Armee abgehen ſollte, zur Vertheidigung des PVoterlandes „auszuziehen.

38. Diejenigen, welche berufen werden, ein Majorat zu erben, ſollen binnen den drey Monaten den nehmlichen Eid leiſten.

39. Die Herzoge ſollen den Eid in unſere Hände ablegen, und Uns vom Erz⸗Kanzler vorgeſtellt werden.

Die Grafen, Baronen und Ritter ſollen ihn in die Haͤn⸗ de deſſen oder derer ablegen, die wir zu dieſem Ende be⸗ zeichnen werden⸗

3 weyter Abſchnitt. Von der Wirkung der Errichtung der Majorate, in Veziehung auf die Güter, woraus ſie beſtehen.

8. 1.

Von der Beſchaffenheit der Güter. go. Die Güter, welche die Majorate ausmachen, ſind unveräußerlich; ſie können weder verpfändet noch in Be⸗ ſchlag genommen werden⸗

Nichts deſtoweniger können die Kinder des Stifters, die ihren Pflichttheil aus den freyen Gutern ihres Vaters nicht vollſtändig erhalten möchten, verlangen, daß er aus den vom Vater zur Bildung des Majorates hergegebenen Gutern ergänzt werde.

g1. Jeder Verkauf⸗Aect, jede Schenkung oder zſonſtige Veraͤußerung dieſer Güter von Seiten des wirklichen Beſitzers, jeder Act, der ſie mit einem Privilegium oder mit einer Hy⸗ vothek belegen moͤchte, jedes Urtheil, wodurch ſolche Acte