Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
27
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uI. Buch. K. Tit. Bon dem Gocietäts⸗Contraete. 27

ſie mit dem Erben des verſtorbenen Aſſociirten fortgeſetzt werden ſolle. T. 35 und 59 eod. Nisi notus aut nomina- eim admissus sit, aut in societate vectigalium. Der Be⸗ weggrund dieſer Regel war, weil die Wahl der Perſonen bey einer Geſellſchaft das weſentlichſte iſt, und man ſich in ſol⸗ chem Falle nicht mit jemanden verbinden kann, den man nicht kennt. Man glaubte, das Gegentheil annehmen zu müſſen.*)

Was die Rechte und Verbindlichkeiten des Erben des verſtorbenen Geſellſchafters betrifft, heißt es a) in der T. 40, eod., inchoata emplicare tenetur; P) in der T. 63, F. 8 in eum actio est, cum emolumenti successor sit; c) in der F. 36, bonam ſidem et culpam preæstat, und Cujaz erklaͤrt die Lage, worin er ſich befindet, mit einem Worte, wenn er (X. obs. 35) ſagt? communio necessuria est cum harede, non autem societas voluntaria.

Art. 1869.Nur Geſellſchaften, deren Dauer nicht auf gewiſſe Zeit eingeſchränkt iſt, können durch bloße Willkühr eines der Contrahenten aufgeloͤſt werden. Die Auflöſung geſchieht durch eine Verzichtleiſtung, welche allen

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*) Auch hierin iſt man der Meinung Pothier's n. 14 beygetre⸗ ten, welcher den angeführten Beweggrund der römiſchen Geſetze mehr ſpitzſindig, als gründlich ſindet. Die Roͤmer ſelbſt, ſagt Pothier, und nach ihm Herr Bouteville in ſeiner Rede ans Geſetzgebungs⸗Corps, nahmen eine Ausnahme von ihrer Regel bey Geſellſchaften an, die von den Pächtern der Staats⸗Einkünfte unter ſich geſchloſſen wurden, in societate vectigalium, ein Beweis, daß ſie ſelbſt anerkannten, daß ein ſolcher Vertrag dem Weſen einer Geſellſchaft uicht zuwider ſey; und da a) die Contrahenten wichtige Gründe gehabt haben können zu wünſchen, daß ihre Aſſoeiation, ihre Unternehmung von ihren Erben fort⸗ geſetzt werden möge, da b) dieſe letztere immer die den Geſell⸗ ſchaften, deren Dauer unbeſtimmt iſt, anklebende Befugniß ha⸗ ben, daraus zu ſcheiden, wenn ihr Intereſſe es zu erfordern ſcheint, ſo war auch wohl kein Grund vorhanden, der romiſchen Geſetzgebung in dieſem Punete beyzutreten.