Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
25
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M. Buch. 1IX. Tit. Von dem Societäts⸗Contracte. 25

Grunde, weil man in ſeine Redlichkeit oder Klugheit kein Zutrauen mehr ſetzen kann.*)

Was in den übrigen Ziffern dieſes Artikels enthalten ſ wird in den folgenden Artikeln naͤher erläutert, die man hierüber nachſehen muß⸗

Art. 1866.»Daß eine Geſellſchaft auf beſtimmte Zeit verlängert worden ſey, läßt ſich nicht anderſt erweiſen, als durch einen ſchriftlichen Act, der mit der nehmlichen Form, wie der Societäts⸗Contract ſelbſt, verſehen iſt.«

Art. 1867.»Hat einer der Geſellſchafter verſprochen, das Eigenthum einer Sache in die Gemeinſchaft einzulegen, ſo erliſcht der Geſellſchafts⸗Contract in Beziehung auf alle Geſellſchafter, wenn die Sache zu Grunde geht, ehe ſie in die Gemeinſchaft eingelegt worden iſt.

Auf gleiche Weiſe erliſcht die Geſellſchaft durch den Verluſt oder Untergang der Sache in allen Fällen, wo nur der Genuß in die Gemeinſchaft eingelegt worden, und das Eigenthum davon in den Händen des Geſellſchafters geblieben iſt.«

*) Wie, wenn ein Holzhäͤndler, fragt Pochier n. 142, mit ei⸗ nem Faßbinder eine Geſellſchaft geſchloſſen hat, um Fäſſer zu machen und zu verkaufen, wozu Erſterer das Holz liefern, letz⸗ terer aber bloß die Faͤſſer machen ſollte, dieſer Letztere aber nachher ſo gelähmt wird, daß er zu keiner Arbeit mehr tauglich iſt, iſt die Geſellſchaft erloſchen? Nein, antwortet er; dadurch nehmlich, daß der Faßbinder ſich verpflichtete, Fäſſer zu machen, hatte er es nicht beſtimmt übernommen, ſie ſelbſt, ſondern ent⸗ weder ſelbſt oder durch ſeine Arbeitsleute zu machen; letzteres kann er indeſſen noch immer thun laſſen, und die Arbeit leiten, wenn er ſchon gelähmt iſt. Anderſt wuͤrde es ſich aber verhalten, wenn der Holzhändler, weil er eintig ſein Zutrauen in die Geſchick⸗ lichkeit des Faßbinders ſetzte, dem Contraete die Clauſel hätte einruͤcken laſſen, daß er die Fäſſer nicht durch andere machen laſſen könnte. In dieſem Falle wäre die Soeietät erloſchen.

B⸗