Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
10
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15 UI Buch. IX. Tit. Von dem Sveietäts⸗Contracte.

Art. 18g5.Jeder Geſellſchafter iſt in Anſehung alles deſſen, was er in die Geſellſchaft einzubringen verſprochen hat, ihr Schuldner⸗

»Beſteht dieſes Einbringen in einem gewiſſen beſtimmten Objecte, und es wird der Geſellſchaft evincirt, ſo iſt der Geſellſchafter auf eben die Weiſe der Societät, wis ein Verkaͤufer ſeinem Kaͤufer, zur Gewährleiſtung verbun⸗

Art. 1896.»Ein Geſellſchafter, der ein Capital in die Geſellſchaft einzubringen verpflichtet war, und dieſer Ver⸗ bindlichkeit kein Genüge geleiſtet hat, iſt von Rechts wegen und ohne daß eine Klage deßhalb wider ihn angeſtellt wird, ſchuldig, die Zinſen dieſes Capitals von dem Tage an, da es gezahlt werden mußte, zu vergüten.«

»Ein gleiches gilt in Anſehung der Summen, die er aus der gemeinſchaftlichen Caſſe genommen hat, von dem Tage »an zu rechnen, da er ſie zu ſeinem PrivatVortheile daraus gehoben hat;

Alles unbeſchadet einer weitern Entſchädigung, in ſo fern ſie den Umſtänden nach Statt hat⸗«

S. die FR. 60, h P. und 1 F. 1N de usur.

Man warf die Frage auf, ob ein Geſellſchafter, welcher ein Immobile in die Geſellſchaft einzubringen verſprochen hat, von der Zeit an, wo es eingebracht werden mußte, von Rechts wegen die Früchte in Rechnung bringen müſſe. Mei nes Erachtens, muß nach unſerem Artikel, und es paritate rationis dieſe Frage mit ja beantwortet werden.*)

*) Geht aber das beſtimmte Pbjeet, welches einer der Contrahenten n die Geſellſchaft einzubringen verſprochen hat, zu Grunde, ehe es in die Gemeinſchaft eingebracht wurde, ſo erliſcht der Geſellſchafts⸗Contract. S. den Art. 1367.

B.

*) Ueber den Fall, wenn das Capital zu Grunde geht, ſehe man die L. 55,§. 1. pro voo.

B⸗