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keſſe des Staats, ſondern ſie bildet überdies eine of⸗ fizielle Vertretung der Unmündigen, Abweſenden und andrer ſchutzbedürftiger Perſonen, wofuͤr man bei unſerer zeitherigen Verfaſſung kein Surrogat kannte, wenn der Riehter nicht Pflichtenhalber Offi— zialanwälte verordnete. Die Fiskale oder Fiskal⸗ Advokaten hatten zwar eine entfernte aber einge⸗ ſchränkte Aehnlichkeit nit der kaiſerlicheu Prokuratur; beide Inſtitute weichen jedoch zu ſeht von einander ab, als daß man den Begriff des einen zur Erklä⸗ rung des andern gebrauchen dürfte. Der kaiſerliche Prokurator hat kein Stimmtecht; er macht nur bei Gerichte ſeine Anträge und verlangt, daß man hier⸗ auf Rückſicht nebme. In der neuen peinlichen Ge⸗ richtsordnung iſt ihm die Aufſuchung der Vergehen und überhaupt ſo manche wichtige Funktion über— tragen, daß er nun für die peinliche ſo wie für die bürgerliche Juſtitpflege unentbehrlich geworden iſt. Die kaiſerliche Prokuratur bildet die Kette der Auf⸗ ſicht über die Juſtitpflege im Staate bis zum Juſtit⸗ miniſter. Das Inſtitut des kaiſerlichen Prokurators, welches die Bayerſche Ueberſetzung des Code Napo- leon ganz übergeht, die Grosherzoglich-Baden⸗ ſche aber unter der Benennung:„Kron-Anwalt“ beibebält, iſt unſtreitig ein lobenswerthes Inſtitut, und ſollte billig bei der Rezeption des Code Napo⸗ 16on nicht als unnöthig geſtrichen, ſondern zur Be⸗ förderung der Juſtitz beibehalten werden, Dieſes 3


